Fußball-Rheinlandliga, 34. und letzter Spieltag
Not macht manchmal erfinderisch
aus Kottenheim
SV Eintracht Mendig unterlag bei der FV Hunsrückhöhe mit 1:5 (0:3)
Monzelfeld. Der SV Eintracht Mendig hat auch sein vorerst letztes Spiel in der Fußball-Rheinlandliga verloren. Die Mannschaft von Trainer Damir Mrkalj, die schon längere Zeit als Absteiger feststand, unterlag vor 120 Zuschauern auf dem Rasenplatz in Monzelfeld bei der FV Hunsrückhöhe mit 1:5 (0:3). Neben Mendig müssen auch der VfB Wissen, der FV Rheingold Rübenach und die SG Arzfeld die Rheinlandliga verlassen. Der Ahrweiler BC steigt in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar auf, der Tabellenzweite SV Rot-Weiß Wittlich bestreitet die Relegationsrunde gegen den FSV Jägersburg (Zweiter der Saarlandliga) und den TB Jahn Zeiskam (Zweiter der Verbandsliga Südwest) um einen freien Oberliga-Platz. Zum Auftakt treffen am Samstag, 30. Mai, um 17 Uhr in Zeiskam der TB Jahn und Jägersburg aufeinander. Wittlich greift am Mittwoch, 3. Juni, um 19.30 Uhr ein. Abgeschlossen wird diese Runde am Sonntag, 7. Juni, um 16 Uhr.
SV Eintracht Mendig steht derweil vor einem kompletten Neuanfang. Die Wechsel von Leonard Zerwas (zur SG 2000 Mülheim-Kärlich), Nikolas Groß (zur SG 99 Andernach) und Pascal Zimmer (zum FV Rübenach) standen schon lange fest. Kapitän Niklas Heinemann, der zu seinem Heimatverein TuS Fortuna Kottenheim zurückkehrt, wird den Verein ebenso verlassen wie der spielende Co-Trainer Kodai Stalph, den es wie Zimmer zum Absteiger Rübenach zieht. „Das ist kein Abgang, der mit einem Groll verbunden ist. Wir haben hervorragend harmoniert, Kodai war immer loyal, ich habe ihn fachlich sehr geschätzt. Es muss aber eben auch zwischen Spieler und Verein passen, das hat es offensichtlich nicht. Deswegen ist es gerade in seinem Alter absolut legitim, dass er die für sich beste Option auswählt“, erklärt Mrkalj.
Zu den zahlreichen Abgängen gesellt sich nun auch noch Max Bernads, der sich wegen seines Studiums in den Kölner Raum orientieren wird. Durch den Abgang von Stalph fehlt auch ein Co-Trainer, ob nun auf oder neben dem Platz. Finn Müller macht zwar weiter, ist allerdings auch bei der Jugend noch eingespannt, so dass sich Mrkalj nach einem weiteren Assistenten umschauen muss.
Mit dem 22-jährigen Dejan Mijackovic (Rot-Weiß Koblenz II) und Marius Wingenbach (SG 99 Andernach) stehen erst zwei Neuzugänge fest. Angreifer Jason Weber wird wegen einer Verletzung mehrere Monate ausfallen. Mrkalj kann sich auch vorstellen, in der Bezirksliga Mitte das Trikot noch einmal selbst überzustreifen. Not macht manchmal erfinderisch.
SV Morbach: Johannes Kappel, Matthias Haubst, Sebastian Schell, Philip Meeth, Matthias Ruster (71. Lukas Servatius), Bastian Süß, Yannik Böhnke (71. Henrik Molitor), Martin Schultheis, Lukas Kaiser (49. Maximilian Schemer), Yusuf Kahyaoglu (49. Louis Kappes), Noah Lorenz (68. Detsit Choompong).
SV Eintracht Mendig: Nico Fogolin, Carsten Thelen (46. Tim Montermann), Michael Koch, Kodai Stalph, Alexej Eberhardt, Leonard Zerwas, Max Bernads, Matthias Wengenroth (75. Meris Ramic), Brice Braquin, Dama Kanouté (85. Finn Müller), Joel Maas (62. Adrian Medic).
Schiedsrichter: Moritz Schillo (Longuich).
Zuschauer: 120.
Torfolge: 1:0 Noah Lorenz (20.), 2:0 Martin Schultheis (32.), 3:0 Matthias Ruster (43.), 4:0 Bastian Süß (49.), 4:1 Kodai Stalph (59.), 5:1 Noah Lorenz (65., Handelfmeter). (SK)
