Ausverkauftes „Haus“ zum ersten Mundartabend in Thür!
„Oos Mausje“ mit allen Akteuren brachten die Mehrzweckhalle in Thür zum Beben!
Besinnliche und heitere Geschichten auf „Thürer Platt“, gemischt mit tollen Gesangseinlagen, dass war das, was die 400 Mundartfreunde am vergangenen Samstag in der Mehrzweckhalle in Thür erlebten
Thür. Der erste Thürer Mundartabend am vergangenen Samstag kann für sich in Anspruch nehmen, einen Volltreffer gelandet zu haben. 400 Mundartfans, darunter erstaunlich viele jüngere Thürer Bürgerinnen und Bürger, wurden aufs Herzlichste von Johannes Schneider, 1. Vorsitzender des Thürer „Kultur- und Verschönerungsvereins“, zunächst auf „Hochdeutsch“, danach auf „Platt“ begrüßt. Mit seinem Ausspruch: „Platt ist das schönste Stück Heimat, was man haben kann!“, bekam Johannes Schneider gleich zu Beginn des Mundartabends viel Applaus. Die Organisatoren Detlef Milles, den Insider auch unter dem Namen „Oos Mausje“ kennen und Marie-Luise Marhöfer, die sich für die musikalischen Darbietungen verantwortlich zeichnete, ist mit dem ersten Thürer Mundartabend ein „Gute-Laune-Event“ der besonderen Art gelungen. Gekonnt, mit viel Witz und Esprit führte Detlef Milles durch den facettenreichen Mundartabend in der Thürer Mehrzweckhalle. Detlef Milles strapazierte das „Zwergfell“ der 400 Gäste mit seinem „karnevalistischen“ Humor immer wieder aufs neue, sodass die Mundartfans vor lauter Lachen kaum zum Luftholen kamen. Geschichten, teils heiter, teils besinnlich, von früher aus Thür und der Verbandsgemeinde wurden den Gästen in bestem „Platt“ präsentiert. Und wenn man als Outsider plötzlich nichts mehr versteht, ja dann ist man mitten in einem Thürer Mundartabend geraten und sucht sich am besten einen Dolmetscher! Alle teilnehmenden „Geschichtenerzähler“ standen an diesem Abend zum ersten Mal überhaupt auf einer Bühne, erzählten auf „Platt“ alte Geschichten und Begebenheiten, unter anderem aus ihrer Kindheit, mit denen sich viele Mundartfans aus Thür identifizieren konnten und dafür gab es viel Applaus!
Johannes Schneider erzählte Heiteres aus seinem Beruf
Auch der 1. Vorsitzende des Thürer „Kultur- und Verschönerungsvereins“, Johannes Schneider, seines Zeichens Gärtner von Beruf, gab „Gärtnergeschichten“ auf „Platt“ an diesem Abend zum Besten und hatte mit seinem Vortrag großen Erfolg bei allen Mundartfans. Zu den musikalischen Highlights zählte unter anderem auch der Auftritt der 32 Thürer Mädchen, die Mundartlieder, von Kurt Adler und Peter Müller getextet und komponiert, eigens für diesen Abend einstudiert hatten. Diese „Mädels“ standen vorher auch noch nie zusammen auf einer Bühne, hatten sich aber spontan entschlossen, ihren Beitrag zum ersten Mundartabend in Thür zu leisten und das mit großem Erfolg. Auch die, über die regionalen Grenzen hinaus bekannten und beliebten Mundartsänger „Feetz“ mit ihren selbst komponierten Liedern brachten die Gäste in der voll besetzten Thürer Mehrzweckhalle aus dem „Häuschen“. Die Mitglieder der Band „Feetz“, Ewald Müller, Klaus Müller, Fritz Eultgen und Wolfgang Weidenbach, wissen halt, wie man das Publikum mit Mundartliedern begeistert.
Der Thürer „Sauna-Club“ begeisterte das Publikum
Aber, wie man das Publikum sonst noch auf „Hochtouren“ bekommt, dass weiß auch der Thürer „Sauna-Club“! Die sechs Herren, Heinz Mittler, Herbert Mittler, Horst Mittler, Hardy Lauermann, Wolfgang Larsen und Rüdiger Gebhardt, stehen mit ihren mundartlichen, musikalischen Auftritten mit in vorderster Front, wenn es darum geht, das ursprüngliche, „moselfränkische“ Sprachgut am „Leben“ zu erhalten, zu pflegen und den „Mundartfans“ zu präsentieren. Zum Ende des wundervollen Thürer Mundartabend brachte der „Sauna-Club“ mit einem Potpourri „Kölscher Ohrwürmer“ die Mehrzweckhalle noch einmal so richtig zum Beben. 400 Mundartfans sangen und schunkelten zur „Gute-Laune-Musik“ und bedankten sich zum Abschluss mit „Standing Ovation“ für diesen herrlichen Auftritt. In der „Eifel wird gebabbelt und geschwätzt und das ist auch gut so, weil die unterschiedlichen Mundarten die regionale Identität der Eifler Bevölkerung transportiert.
Besonders erwähnenswert ist auch die wunderschöne Dekoration in der Thürer Mehrzweckhalle. Die Deko-Ideen stammen wie immer von Doris Hilger, die mit ihren Helfern ein spezielles, bäuerliches Ambiente zu diesem Mundartabend zauberte. Der 1. Thürer Mundartabend verwöhnte nicht nur die Ohren der Gäste, auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz! Ein wirklich gelungenes Event, dass alle 400 Mundartfans hell auf begeisterte und seines Gleichen sucht. Für alle Mundartfreunde, die leider keine Eintrittskarten zur Veranstaltung am vergangenen Samstag mehr bekommen konnten, sei hier noch gesagt, dass am 30. November ein zweiter Mundartabend in der Thürer Mehrzweckhalle veranstaltet wird. Karten sind im Moment noch im Gemeindebüro in Thür, Bahnhofstrasse 6, in der Zeit von 15 bis 16 Uhr, werktags - außer mittwochs - zu bekommen. Kartenreservierungen sind auch telefonisch unter der Rufnummer (0 26 52) 28 62 möglich.
Voller Einsatz bei allen Mundart-Geschichten-Erzählern, die sichtlich Spaß bei ihren Auftritten hatten.
