VRM-MobilCard für Senioren
SPD Mendig fordert kostenfreie VRM-MobilCard für Senioren zur besseren Nahverkehrsnutzung
aus Mendig
Mendig. Die SPD-Fraktion im Stadtrat Mendig setzt sich für eine stärkere Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und mehr soziale Teilhabe ein. In einem aktuellen Antrag schlägt die Fraktion vor, dass die Stadt Mendig künftig die Jahresgebühr der VRM-MobilCard für Seniorinnen und Senioren übernimmt.
Die VRM-MobilCard des Verkehrsverbund Rhein-Mosel kostet derzeit 9 Euro pro Jahr und ermöglicht eine Ermäßigung von 25 Prozent auf Einzelfahrscheine im gesamten Verbundgebiet. Nach Ansicht der SPD stellt dies ein einfaches und wirksames Instrument dar, um den Stadtbus Mendig attraktiver zu machen.
„Der Stadtbus ist ein wichtiges Angebot für die Mobilität vor Ort. Gerade für ältere Menschen mit kleinerem Einkommen sind die Fahrtkosten jedoch häufig eine Hürde. Hier wollen wir gezielt unterstützen“, erklärt Daniel Vordemvenne für die SPD-Fraktion.
Eine direkte Einflussnahme auf die Tarifstruktur des Verkehrsverbunds sei für die Stadt nicht möglich, da diese in einem komplexen System aus Landkreisen, Verkehrsunternehmen und dem Land organisiert sei. Umso wichtiger seien pragmatische Lösungen innerhalb der bestehenden Strukturen. Als Vorbild nennt die SPD den Rhein-Hunsrück-Kreis, der die Kosten für die VRM-MobilCard bereits seit 2020 vollständig für seine Bürgerinnen und Bürger übernimmt. Dieses Modell habe gezeigt, dass eine solche Förderung unkompliziert und wirksam umgesetzt werden kann.
Die SPD-Fraktion schlägt vor, sich zunächst auf Seniorinnen und Senioren – beispielsweise ab 65 Jahren – zu konzentrieren. Ziel ist es, insbesondere dieser Bevölkerungsgruppe einen einfacheren und günstigeren Zugang zum öffentlichen Nahverkehr zu ermöglichen.
Die Kosten für die Stadt Mendig bleiben dabei überschaubar: Bei rund 200 anspruchsberechtigten Nutzerinnen und Nutzern würden jährliche Gesamtausgaben von etwa 1.800 Euro entstehen.
Mit dem Antrag verfolgt die SPD-Fraktion mehrere Ziele: die Attraktivität und Nutzung des Stadtbusses zu steigern, die Mobilität älterer Menschen zu verbessern, soziale Teilhabe zu fördern und gleichzeitig eine kosteneffiziente Lösung mit geringem Verwaltungsaufwand umzusetzen. Der Antrag wurde zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Umwelt, Forst- und Friedhofswesen verwiesen.
