Städtepartnerschaft Mendig-Yerres
Schülerbegegnung der besonderen Art
Die deutsch-französische Freundschaft ist hier lebendiger denn je
Mendig. Noch am Vorabend war es durch den plötzlichen starken Schnellfall im Raum Paris und in der Eifel fraglich gewesen, ob die Gruppe aus Yerres überhaupt das Risiko der Busfahrt nach Mendig eingehen könnte. Am nächsten Morgen wurden jedoch geräumte Autobahnen gemeldet und so konnten die Mendiger Gastgeber eine fast 40-köpfige Gruppe Schülerinnen und Schüler aus der Mendiger Partnerstadt Yerres (F), darunter auch zwölf Pfadfinderinnen und Pfadfinder, mit frischen Waffeln und warmen Getränken willkommen heißen. Die Jugendlichen wurden von drei Mitgliedern des Yerrer dt-frz. Freundeskreises begleitet, auf Mendiger Seite zeichnete der Deutsch-französische Freundeskreis Mendig verantwortlich, maßgeblich unterstützt durch Monika Bühler von der Realschule plus, die die meisten Partnerpaare zusammenzubringen hatte. Um die Yerrer Scouts kümmerten sich die rührigen Mendiger Pfadfinder unter Sascha Müller: Mit freundlicher Genehmigung von Pastor Birkenheier sorgten sie im Pfarrheim für Unterbringung und Verpflegung der Yerrer Partner an diesen schneereichen Tagen. Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel begrüßte die Yerrer und die dortige Vorsitzende des Freundeskreises, Monique Cassol, beim Besuch der ganzen Gruppe im Lavadome. Ein von Bürgermeister Jörg Lempertz gesponsertes Bowling fand ebenfalls großen Anklang bei den Jugendlichen. Die Yerrer Pfadfinder ließen es sich nicht nehmen, ihren Mendiger Freunden bei der Bolivienhilfe-Kleidersammlung zu helfen, die so in schnellster Zeit durchgeführt werden konnte. Den krönenden harmonischen Abschluss dieses Besuches bildete das gemeinsame Frühstück am Sonntagmorgen im Naturfreundehaus, zu dem die Stadt Mendig die Gäste und die Gastgeber eingeladen hatte. Der Vorsitzende des Mendiger dt.-frz. Freundeskreises, Johannes Müller, dankte den Gastgeberfamilien und den Bürgermeistern der Stadt und der Verbandsgemeinde für ihren wichtigen Beitrag zur Pflege der partnerschaftlichen Begegnungen der Jugend.
Er verlieh auch seiner Freude darüber Ausdruck, dass die Mendiger Pfadfinder, aus deren Kontakt mit Yerres vor 45 Jahren die Städtepartnerschaft ja entstanden war, nunmehr wieder mit bewundernswertem Engagement bei der Pflege dieser deutsch-französischen Kontakte mitwirken. Es zeigte sich, dass die Sprachschwierigkeiten das geringste Hindernis bei einem solchen Austausch sind, schließlich gab es in allen Gruppen genügend Helfer, die, wenn Englisch, Französisch oder Gesten nicht reichten, schnell vermitteln konnten. Im Herbst findet der Gegenbesuch der Mendiger Gruppe in Yerres statt. Auch interessierte Jugendliche, die an diesem Austausch nicht als Gastgeber teilgenommen haben, können gerne ihr Interesse über das Stadtbüro, Tel. (9 80 70) oder den Dt.-frz. Freundeskreis Mendig-Yerres, Tel. (46 42) oder (43 40) an solch einer Partnerschaftsfahrt bekunden.
