Verbandsgemeinderat Mendig stellt die Weichen
Schulsozialarbeit wird aufgewertet
aus Mendig
Mendig. Die Bedeutung der Schulsozialarbeit ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen und diese Bestandsaufnahme gilt auch für die Zukunft. Mit der anstehenden Umstellung der Grundschule Pfarrer-Bechtel zur Ganztagsschule steigen die pädagogischen und sozialintegrativen Anforderungen aller Voraussicht nach erheblich, denn es ist zu erwarten, dass die Unterstützungsbedarfe im familiären, sozialen und sprachlichen Bereich zunehmen. Der Verbandsgemeinderat hat deshalb der Einrichtung eines zusätzlichen Stellenanteils von 0,5 für die Schulsozialarbeit an der Grundschule Pfarrer-Bechtel in Anstellungsträgerschaft des Caritasverbandes einstimmig zugestimmt.
Ende 2011 hat der Verbandsgemeinderat Mendig der Einrichtung der Schulsozialarbeit an den Grundschulen der Verbandsgemeinde Mendig als freiwillige Leistung zugestimmt. Zu diesem Zweck wurde damals eine Halbtagsstelle neu geschaffen, die bis heute existent ist. Aufgrund steigender Anforderungen – auch im Hinblick auf die Einrichtung der Ganztagsschule zum Schuljahr 2026/2027 – haben die Schulleitung der Grundschule Pfarrer-Bechtel und die Schulsozialarbeiterin den Antrag auf Aufstockung der Stunden für die Schulsozialarbeit gestellt. „Im Ältestenrat wurden die aktuell deutlich gestiegenen pädagogischen und sozialintegrativen Herausforderungen an den Grundschulen ausführlich dargestellt. Die Notwendigkeit einer personellen Verstärkung wurde aus Sicht der Schule und der Elternschaft ausdrücklich bekräftigt“, führte Jörg Lempertz, Bürgermeister VG Mendig aus. Von den jährlich rund 42.000 Euro anfallenden Lohnkosten für eine halbe Stelle, entfallen rund 19.000 Euro als Eigenanteil auf die Verbandsgemeinde. Der Rest wird zu zwei Dritteln vom Land und zu einem Drittel vom Kreis getragen.
Die Schulsozialarbeit unterstützt Kinder und Jugendliche direkt im Schulalltag bei der Bewältigung von persönlichen, schulischen oder familiären Problemen. Sie ist neutral, soll das soziale Miteinander fördern, präventiv wirken und Eltern sowie Lehrkräfte beraten.