Erfolgreiches Unternehmertreffen des CDU-Stadtverbandes Mendig in der Laacher See-Halle
Spannender Vortrag von Dr. Karl Tack zum Thema „Regionalität versus Globalisierung“
Mendig. Etwa 70 Inhaber beziehungsweise Mitarbeiter von Firmen der Verbandsgemeinde Mendig sowie die Landtagsabgeordnete Hedi Thelen, VG-Bürgermeister Jörg Lempertz und der Vorstand der Werbegemeinschaft VG Mendig e.V., Uli Rawert und Olaf Waldecker, waren kürzlich einer Einladung des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Ernst Einig zu einem Unternehmertreffen in der Laacher See-Halle gefolgt.
Spannender Vortrag
Im Rahmen des Projektes Wirtschaftsdialog 2014 der CDU Mendig konnte Dr. Karl Tack (Geschäftsführender Gesellschafter der Gebrüder Rhodius GmbH & Co KG) als Referent gewonnen werden. Sein spannender und praxisorientierter Vortag zum Thema „Regionalität versus Globalisierung“ am Beispiel des eigenen Unternehmens zeigte den interessierten Zuhörern Wege auf, die regionale Attraktivität von Betrieben sowie die Vermarktung der jeweiligen Produkte positiv zu nutzen.
Während er als Chef eines Familienbetriebes als Risiko Nr. 1 zum einen die Unberechenbarkeit der Politik (Abschlagsfreie Rente mit 63, Mütterrente, Mindestlohn), die Ideologisierung der Energiewende (Abkehr vom Ziel Klimaschutz, Missachtung des ordnungspolitischen Rahmens) und die Destabilisierung des Euro (Zunahme der Staatsverschuldung, schleichender Aufbau einer Transferunion) nannte, begründete er seine These: „Globalisierung fördert Regionalisierung - Regionalisierung braucht Globalisierung“ unter anderem damit: „Je hässlicher die Fratze der Globalisierung, desto attraktiver wird das Antlitz der Regionalisierung; je abstoßender die Gier von Finanzinvestoren, die Unersättlichkeit der Großkonzerne, die Maßlosigkeit der Banker, die skrupellose Haltung gegenüber Mensch und Umwelt, desto attraktiver wird die Sehnsucht nach Identität, Authentizität, Vertrauen, Verantwortung und Nachhaltigkeit. Diese Chance muss von regionalen und mittelständischen Unternehmen erkannt werden!“
Als Beispiel nannte Dr. Karl Tack: regionale Nahrungsmittel im Lebensmitteleinzelhandel, Bio-Produkte von regionalen Anbietern, „Craft“-Biere versus „Fernseh“-Biere, Sanfter Tourismus (Traumpfade) versus Fernreisen, Serviceleistungen (Verkaufsberatung, Betreuung), Handwerkerleistungen (Energieeffizienz), Slow Food versus Fast Food sowie Energieerzeugung in Eigenregie. „Mit der Regionalmarke Eifel ist ein Zeichen geschaffen worden, an dem die Verbraucher besondere Qualität aus der Eifel direkt erkennen können. Dabei symbolisiert das Markenlogo mit gelben „e“ vor vierfarbigem Hintergrund die Vielfalt der verschiedenen Qualitätsprodukte aus den vier Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Handwerk und Tourismus“, so Dr. Tack.
Das Herz der sozialen Marktwirtschaft
Dass Familienunternehmen das Herz der sozialen Marktwirtschaft sind, beweist allein die Tatsache, dass es sich bei mehr als 90 Prozent der Unternehmen in Deutschland um Familienunternehmen handelt. Auf sie entfallen laut Dr. Tack 40 Prozent der Umsätze, 60 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und nicht zuletzt 80 Prozent der Ausbildungsplätze.
Dr. Karl Tack, der unter anderem auch Mitglied des Bundesvorstands „Die Familienunternehmer ASU“ ist, beendete seinen Power-Point-Vortrag mit dem Kernsatz: „Die Globalisierung als Hauptstrom zu akzeptieren und die Regionalisierung als Gegenstrom zu nutzen, das ist die Herausforderung, der sich Familienunternehmen stellen müssen!“
Im Anschluss an den mit großem Beifall bedachten Vortrag bat Piet Ahrens (Eifel-TV) in seiner Eigenschaft als aufmerksamer Moderator der Veranstaltung die Anwesenden um ein entsprechendes Feedback.
Dem kamen u.a. die Mendiger Unternehmer Guido Andres (Geflügel Andres Mendig) und Olaf Waldecker (Schreiben, Spiel & Schenken) mit je einem Statement nach, in dem sie die Vorteile regional hochwertiger Produkte und den individuellen Kundenservice unterstrichen.
Auch die Landtagsabgeordnete Hedi Thelen und VG-Bürgermeister Jörg Lempertz nahmen an dem Unternehmertreffen teil.
