Flüchtlinge in Deutschland
Stunden mit Humor im Kloster
Muslime vergaßen Sorgen des Alltags
Mendig/Maria Laach. Menschliche Nähe erfahren und Einblick in Sitten und Gebräuche des Gastlandes erhalten ist für Flüchtlinge sehr wichtig. Aus diesem Grund engagieren sich immer mehr Mitmenschen im Landkreis in der Flüchtlingshilfe auch im Bereich der Organisation von Ausflügen in die nähere Umgebung des Unterbringungsortes. Barbara Steffens von der Caritas des Dekanates Untermosel und Maifeld sucht solche Möglichkeiten gemeinsam mit ihrer Freundin Martina Gonser, die vielen vom SWR-Hörfunk bekannt ist. Bei Maria und Heinz Lempertz aus Mendig stießen beide auf ein spontanes Echo. Während der Lava-Dome, die Lava-Keller und die Museumslay mit anschließendem Kaffee und Kuchen das erste Begegnungsprogramm bildete, war nun der Besuch der Abtei Maria Laach für die 14 Muslime aus Syrien und Albanien eine willkommene Ab-wechslung. Pater Johannes hieß die scheuen Gäste herzlich bei Kaffee und Kuchen im Forum willkommen, und Pater Basilius führte über die weitläufigen Klosteranlagen. Jeder Gast erhielt sogar in der Klostergärtnerei als Geschenk eine „Auferstehungsblume“, bevor es zum Abschied zum Choralgesang in die Vesper in der Basilika ging. Dolmetscher Ali Nassir aus dem Irak fasste am Schluss den Dank aller in bewegende Worte: „Heute durften wir als Muslime erleben, wie fröhlich auch im Alltag Christen sind und uns offen und herzhaft begegnen!“ Für das nächste Treffen hat Heinz Lempertz eine kleine Wanderung um den See geplant. Spenden für den
Imbiss werden sind willkommen.
