Kinder aus Tschernobyl erlebten Ferien bei Trikern aus Mendig
Triker zeigten wieder mächtig Herz
Initiative besteht schon seit 28 Jahren
Mendig/Treis-Karden. Urige Typen mit mächtigen Bärten und langen Haaren zeigten wieder ganz viel Herz für Kinder: Die Tschernobyl-Triker aus Mendig hatten 28 Jungen und Mädchen aus der immer noch strahlenverseuchten Region in Weißrussland für vier Wochen nach Deutschland eingeladen. Die Kids waren auch zu Gast bei Hedwig und Helmut Horn aus Treis. Die beiden hatten für die zum Teil kranken, jungen Gäste ein tolles Programm an der „Bachspitz“ in Treis organisiert. Die chromblitzenden Trikes beförderten zunächst die Kinder nach einer kurzen Besichtigungstour an die Bachmündung, wo die Eheleute Horn in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, Freunden und einigen freiwilligen Helfern Grillgut über der Kohle brutzelten, Bootsfahrten auf der Mosel und eine Tombola organisiert hatten.
Vier Wochen Abenteuerurlaub in Deutschland
„Seit 28 Jahren kommen jetzt schon Kinder aus Tschernobyl in unserer Region“, berichtet Hedwig Horn, die mit den Tschernobyl Trikern aus Mendig bereits zum zweiten Mal den manchmal von Krankheit gezeichneten Kindern Freude bereiten will. Vier Wochen blieben sie auch dieses Mal in Deutschland, dabei waren sie im Naturfreundehaus Maria Laach untergebracht und machten von dort aus Abstecher an die Mosel, in die Eifel und sogar in die Nähe von Bruchsal, um sich im Europapark Rust kostenlos zu vergnügen.
„Das Ganze geht nur mit Spenden aus der heimischen Wirtschaft, von Freunden oder über den Losverkauf für die gut bestückte Tombola“, sagt Hedwig Horn. „Ich möchte mich deshalb auf diesem Wege herzlich bei allen Gönnern bedanken“, so die engagierte Treiserin. Auch die Verbandsgemeinde steuerte übrigens ihren Beitrag dazu, denn sie stellte unentgeltlich das Festzelt zur Verfügung. Außerdem hielt man auch noch einen Scheck für die Kinder aus Tschernobyl bereit.
