Allgemeine Berichte | 06.06.2014

Schauspieler der Mayener Burgfestspiele trafen ihre Sponsoren

Überraschungsprogramm stimmte auf die Festspielsaison ein

Das Ensemble der Burgschauspieler bot seinen Sponsoren einen Abend mit ausgewählten Gesangsstücken und warb mit der erstmals erschienenen „Kinderzeitung“ für das Kinderstück „Der Dieb von Bagdad“, das durchaus auch für Erwachsene interessant ist. WE

Mayen. Alljährlich, nach Beginn der Festspielsaison mit dem Kinderstück und kurz vor der Premiere des ersten Erwachsenenstückes, laden die Stadt Mayen als Veranstalter und das Ensemble der Schauspieler ihre teilweise langjährigen Sponsoren ein. Mit einem Überraschungsprogramm, das kulinarisch in diesem Jahr vom Team Willy Wolf aus Welling bereichert wurde, wird dabei für Sach- und Geldspenden gedankt, die sich auf über vierhunderttausend Euro summieren. Allein mit den Eintrittsgeldern und einem von der Stadt Mayen bereitgestellten Betrag, wären die eine Millionen Euro nämlich nicht zu finanzieren, die jedes Jahr für die Ausrichtung der Festspiele nötig sind. Und auch für den Sponsorenempfang selbst finden sich immer wieder wohlwollende Sponsoren. Die Burgfestspiele haben die Stadt Mayen weit über die Großregion hinaus bekannt gemacht und mittlerweile sogar zu einem Aushängeschild für das Land Rheinland-Pfalz, dessen drittgrößte kulturfördernde Veranstaltung die Spiele sind und das als größter Einzelsponsor auftritt.

Großer Werbeeffekt

Das aufgewendete Geld fließt in vier- bis sechsfacher Höhe jährlich durch die Gäste in die städtische Gastronomie sowie den Einzelhandel als Kaufkraft zurück. Das ist ein unschätzbarer Werbeeffekt für die Stadt, deren Eigenanteil seit zehn Jahren konstant bei 200.000 Euro liegt. Oberbürgermeister Treis begrüßte die zahlreichen Sponsoren und hob dabei das Engagement von Hans-Peter Schössler hervor, den langjährigen Geschäftsführer von Lotto Rheinland-Pfalz. Schössler selbst konnte am Abend leider nicht anwesend sein, hat aber den Worten von Oberbürgermeister Treis zufolge vieles für die Burgfestspiele und die Region getan. Mit schon 18.000 verkauften Karten im Vorverkauf sei erneut der Grundstock für eine erfolgreiche Festspielsaison 2014 gelegt wurden, zeigte sich der Stadtchef überzeugt. Die überregionale Werbung soll sich in diesem Jahr besonders auf die Region Trier konzentrieren, das keine eigenen Festspiele mehr hat. Aber auch im Saarland und sogar in Hamburg soll geworben werden. Erstmals wurde in der Region eine eigens aufgelegte Kinderzeitung verteilt, die dem Kinderstück mehr Auftrieb verleihen soll. Das liegt den Theaterleuten immer ganz besonders am Herzen.

Lieder wurden uraufgeführt

Die Getränkegesellschaft RHODIUS führt die seinerzeit von Dauner Sprudel initiierte prickelnde Werbeidee weiter, auf einer Million Flaschen Mineralwasser für die Festspiele zu werben und die Schauspieler mit alkoholfreien Getränken zu versorgen.

Aber auch die Mayener Banken werben mit ihren Geldautomaten und Brohler Wellpappe auf ihren LKW bundesweit und sogar international. Auf ausgestellten Roll-Ups wurden alle Sponsoren im Einzelnen genannt.

In Ermangelung gesanglicher Stücke im diesjährigen Festspielprogramm hatten die Schauspieler, unter denen mehrere herausragende Stimmen zu finden sind, besonders Gesangsbeiträge für den Abend extra einstudiert. Mit Noten, die erst vor wenigen Tagen fertig geworden sind, gab es auch schon die Uraufführung von drei Liedern aus dem Musical „Genoveva“ zu hören, das im kommenden Jahr auf dem Programm steht.

„Das Lied des Narren“

Der in Mayen lebende Schauspieler Lorenz Schirren stimmte „Das Lied des Narren“ an und die seit Jahren zum Ensemble gehörende Adrienn Cunka das Genoveva-Lied sowie ein gemeinsames Duett mit Sascha Littig als Siegfried. Erneut bereiteten die Schauspieler witzig und charmant moderiert von Intendant Peter Nüesch an diesem Abend ihren Sponsoren viel Spaß und mit einer Szene aus dem Sommernachtstraum war es eine tolle Demonstration dessen, was in Kürze mit den beiden Erwachsenenstücken auf der Mayener Genovevaburg zu sehen und zu hören sein wird.

Manuela Adebahr ist seit 25 Jahren Maskenbildnerin der Burgfestspiele und damit das dienstälteste Ensemblemitglied. Dafür erhielt sie ein kleines Dankeschön von Oberbürgermeister Treis (re.) und seinen für die Festspiele verantwortlichen Mitarbeitern Uwe Hoffmann (li.) und Ralf Fuß.

Manuela Adebahr ist seit 25 Jahren Maskenbildnerin der Burgfestspiele und damit das dienstälteste Ensemblemitglied. Dafür erhielt sie ein kleines Dankeschön von Oberbürgermeister Treis (re.) und seinen für die Festspiele verantwortlichen Mitarbeitern Uwe Hoffmann (li.) und Ralf Fuß.

Das Ensemble der Burgschauspieler bot seinen Sponsoren einen Abend mit ausgewählten Gesangsstücken und warb mit der erstmals erschienenen „Kinderzeitung“ für das Kinderstück „Der Dieb von Bagdad“, das durchaus auch für Erwachsene interessant ist. Fotos: WE

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