Theatergruppe des Kirchenchors „Cäcilia“ Bell präsentiert
Und plötzlich ist die Ruhe weg ...
Kartenvorverkauf für das neu bearbeitete Stück beginnt am 6. Mai - Premiere am 8. Juni in der Gemeindehalle
Bell. Nachdem auf Initiative der 2. Vorsitzenden des Beller Kirchenchors „Cäcilia“, Marianne Zepp, im Jahr 2002 eine neue Theaterabteilung gegründet worden war, die mit dem im Januar 2003 unter der Regie von Melanie Berresheim erfolgreich aufgeführten Lustspiel „Der ledige Bauplatz“ nach 45 Jahren Bühnenabstinenz eine alte Beller Tradition wiederaufleben ließ, befinden sich die zum Teil hochbegabten Laiendarsteller bereits seit einigen Wochen - ebenfalls unter der Regie von Melanie Berresheim - mitten in den Vorbereitungen für ihre elfte Premiere in der Beller Gemeindehalle am Samstag, 8. Juni (weitere Vorstellungstermine: Sonntag, 9. Juni, Samstag, 15. Juni, und Sonntag, 16. Juni).
Geboten wird das Lustspiel in drei Akten „Ruhestand - und plötzlich war die Ruhe weg!“ von Regina Rösch.
Die Handlung
Therese Klein ist mit sich und ihrem Leben zufrieden. Sie versorgt Haus und Familie, betreibt eine kleine Pension, liebt „Sturm der Liebe“, „Rote Rosen“, Kaffeeklatsch und Tupper-Abende und verbringt ihre Freizeit am liebsten mit ihren beiden Freundinnen Karola und Gisela. Doch an einem Mittwoch im März ist dieses wunderschöne Leben plötzlich zu Ende. Ehemann Julius verlässt nach 43 Jahren und fünf Monaten, in denen er für Frau und Kind aufopferungsvoll und selbstlos geschuftet hat, seine treue Sekretärin Lieselotte Schlüpfer und geht in den Ruhestand. Während Erwin und Franz, die beiden Freunde von Julius, bereits Pläne für gemeinsame Unternehmungen der „Rentnergang“ schmieden und sich bereits bei der „Hasenjagd auf Malle“ sehen, wird Therese schlagartig mit der Erkenntnis konfrontiert, dass ihr gewohntes „Lotterleben“ ein jähes Ende hat.
Denn ihr frisch pensionierter, handwerklich völlig talentfreier Ehemann hat sich vorgenommen, sowohl das Haus als auch seine holde Gattin, die in ihrem ganzen Leben noch nicht erfahren hat, was es heißt, wie er in einer Firma zu arbeiten, zügig auf Vordermann zu bringen. Und so halten Jour fixe, Teambildungsmaßnahmen und Businesspläne ihren Einzug, und selbst das Mittagessen wird nun per Brainstorming geplant. Da können auch Tochter Renate und Verdachtsschwiegersohn Stefan, ein „ewiger Student, der nach dem Studium wahrscheinlich gleich in Rente gehen wird“, nur wenig helfen. Therese ist am Rande des Wahnsinns, und auch bei Gisela und Karola ist nichts mehr so, wie es einmal war. Denn angespornt Julius und dessen ehemaligen Seminarkollegen Karl Mai beginnen nun auch Erwin und Franz mit der „Optimierung“ ihrer Ehefrauen. Die Nerven liegen blank. Eine Scheidung erscheint aussichtslos, droht doch als Alternative die Brücke im Nachbarort als einziger Unterschlupf, und die Chance, einen akzeptablen ledigen „Ladenhüter“ zu erwischen, geht mit zunehmendem Alter gegen Null. Als Julius Thereses geliebte Pension jedoch in einen Saloon verwandelt und die Damen gezwungen werden, in einem von Karl verfassten „Meisterwerk“ als Cowboy und Indianer auf Plüschpferden durch den „Grand Canyon“ zu reiten, regt sich bei den Damen der alte Kampfgeist … und manchmal ergibt sich auch ohne „Brainstorming“ eine Lösung.
Der Kartenvorverkauf beginnt am 4. Mai bei der Bäckerei Handeck in Bell oder bei Marianne Zepp, Nippesstraße 20, 56745 Bell, Tel. (0 26 52) 14 94.
