Allgemeine Berichte | 08.04.2014

Theatergruppe des Kirchenchors Cäcilia Bell feierte glanzvolle Premiere

Verwirrung rund um das Pfarrhaus

Weitere Aufführungen von „Dem Himmel sei Dank“ von Bernd Gombold folgen am 12. und 13. April

Der von latenter Geldnot für seine Pfarrei geplagte Pastor (German Heuft, r.) gerät gegenüber Domkapitular Dr. Jüngling in Erklärungsnot.

Bell. Nachdem auf Initiative der 2. Vorsitzenden des Beller Kirchenchors „Cäcilia“ Marianne Zepp im Jahr 2002 eine neue Theaterabteilung gegründet worden war, die mit dem im Januar 2003 unter der Regie von Melanie Berresheim erfolgreich aufgeführten Lustspiel „Der ledige Bauplatz“ nach 45 Jahren Bühnenabstinenz eine alte Beller Tradition wieder aufleben ließ, begeisterten die zum Teil hochbegabten Laiendarsteller am Samstag, 5. April, erneut mit einer Premiere, die rundum von Erfolg gekrönt war.

„Dem Himmel sei Dank“ - so heißt das neue Stück der Theatergruppe, zu dem Alfons Mauermann als Gastgeber zahlreiche Theaterfans, darunter Ortsbürgermeister Bernd Merkler und Chordirektor Werner Lohner, in der gut besuchten Gemeindehalle des Dorfes im Namen des Kirchenchors der Pfarrei St. Florin Bell herzlich willkommen hieß.

Nach elf erfolgreichen Stücken in den vorausgegangenen Jahren freuten sich die Mitglieder der Theatergruppe, nach langer, intensiver Vorbereitung und Probenarbeit wieder ein neues, amüsantes und humorvolles Lustspiel unter der bewährten Leitung von Melanie Berresheim und mit der Unterstützung von Souffleuse Cilli Genn präsentieren zu können. Dass sie von dem wieder einmal restlos begeisterten Publikum mit nicht enden wollenden Ovationen belohnt wurden, versteht sich von selbst. Schließlich „mauserte“ das Ensemble sich in den vergangenen Jahren zu einer bemerkenswerten Theatertruppe, die es immer wieder versteht, ihre Fans mit zwerchfellerschütternden Pointen zu begeistern. So brillierten als von Step-Aerobic begeisterter und mit Rückenschmerz geplagter, arbeitsscheuer Küster Johannes Höll und als seine resolute und temperamentvolle Ehefrau Emma Willi Zepp und Irmgard Schneider, als scheinheilige Pfarrgemeinderatsvorsitzende mit Ambitionen Elfriede Erz-Engel Annemie Soetebier, als ideenreicher und mit allen Weihwassern gewaschener Student Siggi Bischoff und seine gut betreute Herzensdame, die folgsame und hilfsbereite Erz-Engel-Nichte Uschi, Stefan Zepp und Monika Bühler. In die Rolle des cleveren und geschäftstüchtigen Gebäudereinigers Karl Kaplan, der sich als wahrer Frauenversteher entpuppt, schlüpfte das „Naturtalent“ Pastor Ralf Birkenheier (an anderen Tagen ersatzweise Alfons Mauermann), als kesse, flotte Aerobic-Lehrerin Heidi Blum erstmalig im Beller Theater-Ensemble Birgit Bohlen, als altlediger und schüchterner Heiratswilliger Hans Küster und als peinlich verklemmt gestrickte kontaktsuchende Heidemarie Rosenfeld Alois Rothbrust und Doris Roßmann. Als gestrengen und autoritären Moralapostel, behaftet mit kleinen Schwächen für gutes Essen und Trinken, erlebte das Publikum Domkapitular Dr. Jüngling alias Andreas Katschwitz und schließlich als gutmütigen und einfallsreichen, aber von latenter Geldnot für seine Pfarrei geplagten Pastor - und die fast allen kritischen Situationen gewachsene und ebenso herzensgute Seele des Pfarrhauses, die kein Blatt vor den Mund nehmende Haushälterin Hermine, German Heuft und Marianne Zepp.

Hinter den Kulissen sorgte Rita Winkel für die gelungene Maske der Akteure, während Willi Zepp und Ewald Zepp für den Bau der Kulissen, Bühnenbilder, Dekorationen, Requisiten und Technik verantwortlich zeichneten.

Zum Stück: Mit nicht ganz alltäglichen Methoden versucht der einfallsreiche Pastor, in seiner Pfarrgemeinde das dringend benötigte Geld für die Renovierung seiner sanierungsbedürftigen Kirche aufzutreiben. Dabei schreckt er, frei nach der Devise „Der Zweck heiligt die Mittel“ sogar vor nächtlichem Kartenspiel im Pfarrhaus oder vor dem Verkauf von schwarz gebranntem Schnaps nicht zurück. Sein arbeitsscheuer, aber geselliger Küster Johannes ist dem Pastor sehr zum Leidwesen seiner resoluten Ehefrau Emma ein eifriger Helfer. Die Pfarrhaushälterin Hermine versucht dagegen, ihren Chef immer wieder auf den rechten Weg zu bringen.

Die Pfarrgemeinratsvorsitzende Elfriede Engel, wegen ihrer Scheinheiligkeit auch „Erz-Engel“ genannt, möchte mit ihren vermeintlich uneigennützigen Aktivitäten nicht nur Spenden für die notwendige Kirchenrenovierung einbringen, sondern auch für ihre Nichte Ursula und ganz besonders für ihre eigenen Ambitionen gute Voraussetzungen schaffen. Um eine weitere Geldquelle zu erschließen, entscheidet der Pastor im Alleingang, die leer stehenden Zimmer im geräumigen Pfarrhaus zu vermieten. Durch die daraufhin im Pfarrhaus erscheinenden Gäste werden fast alle Beteiligten des Geschehens aufgrund von Verwechslungen in manch peinliche und verzwickte Situationen verwickelt. Ob am Ende wieder Ruhe im Pfarrhaus einkehrt, wird an dieser Stelle nicht verraten, da weitere Aufführungen, für die es noch einige wenige Karten gibt, am Samstag, 12. April, um 20 Uhr und am Sonntag, 13. April, um 17 Uhr folgen werden.

Der von latenter Geldnot für seine Pfarrei geplagte Pastor (German Heuft, r.) gerät gegenüber Domkapitular Dr. Jüngling in Erklärungsnot.
Das Ensemble wurde für seine großartige Leistung mit nicht enden wollenden Ovationen gefeiert. FRE

Das Ensemble wurde für seine großartige Leistung mit nicht enden wollenden Ovationen gefeiert. Fotos: FRE

Gebäudereiniger und Frauenversteher Karl Kaplan (Pastor Ralf Birkenheier) bringt Haushälterin Hermine (Marianne Zepp) etwas aus dem Konzept.

Gebäudereiniger und Frauenversteher Karl Kaplan (Pastor Ralf Birkenheier) bringt Haushälterin Hermine (Marianne Zepp) etwas aus dem Konzept.

Mit wenigen Handgriffen legt die flotte Aerobic-Lehrerin Heidi Blum (Birgit Bohlen) den übergewichtigen Domkapitular Dr. Jüngling (Andreas Katschwitz) aufs Kreuz.

Mit wenigen Handgriffen legt die flotte Aerobic-Lehrerin Heidi Blum (Birgit Bohlen) den übergewichtigen Domkapitular Dr. Jüngling (Andreas Katschwitz) aufs Kreuz.

Der von latenter Geldnot für seine Pfarrei geplagte Pastor (German Heuft, r.) gerät gegenüber Domkapitular Dr. Jüngling in Erklärungsnot.

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