Riedener Möhnen präsentierten zum 65. Jubiläum ein Spitzenprogramm
Volles Haus, ausgelassene Stimmung und Hochkarätiges
Rieden. Über fünf Stunden lang verzauberten die Damen der Möhnengesellschaft Rieden am vergangenen Samstag die bunt kostümierten Närrinnen und Narren in der herrlich blau-weiß-rot geschmückten Mehrzweckhalle. Schon beim Einzug um 19.11 Uhr spürte man die Erwartung und die gute Stimmung im voll besetzten Saal, die bis zur letzten Minute anhielt. Am Ende war sich jeder einig, dass an diesem Abend wirklich Alles geboten wurde, was ein Karnevalsjeck von einer guten Sitzung erwartet. Eine lustig gestimmte Möhnenschar, an der Spitze Obermöhn Marianne, zog mit ihrer Funkengarde auf die Bühne, um dort die KG Rieden mit ihren Funken in Empfang zu nehmen. Nach der schmissigen Begrüßungsrede der Obermöhn übergab sie das Wort an Sitzungspräsidentin Doris, die auch gleich das Programm des Bunten Abends mit den 30 kleinen Funkenmariechen des TV Rieden startete, die sich mit ihrem flotten Gardetanz in die Herzen der Zuschauer tanzten.
Als erstes Highlight des Abends zog dann Prinz Michael II. aus Mayen mit Hofstaat und einem großen Gefolge unter Fanfarenklängen in den Saal ein Sein Dank mit Wort und Gesang galt dem herzlichen Empfang des Riedener Publikums. Nachdem dann Katharina Schäfer und Max König, zur Freude der Oma, Obermöhn Marianne, ihren tollen bayrischen Paartanz präsentiert hatten, wusste eine alte Möhne (Walter Weiler) von ihren lustigen und interessanten Erlebnissen als Frau im allgemeinen und speziell in Rieden zu erzählen. Und danach ging es Schlag auf Schlag: zuerst entführten die „Mennijer Mädche“ die Zuschauer in die glitzernde schillernde Welt des Cabarets und erhielten für ihren Spitzentanz donnernden Applaus, daran anschließend zog das Mendiger Dreigestirn mit Prinz Peter II und Gefolge ein und heizte die Stimmung weiter an und dann kündigte Doris das nächste Highlight des Abends an: Unter Fanfarenklängen und mit fast 100 gestandenen Männern zog das Bonn-Beueler Stadtsoldatencorps rot-blau mit Wäscherprinzessin Ann-Kathrin I und Gefolge in die tobende Narrhalla ein und sie präsentierten mit rheinischem Charme und Humor den Bützoffizier, die Wibbelgruppe, ihre Tanzpaare, Obermöhn Ina und alles was zu einer großen Garde dazu gehört. Auch sie kamen ohne die von der begeisterten Narrenschar geforderte Zugabe und die erste Rakete des Abends, die die Zuschauer gerne zündeten, nicht von der Bühne. Und dann ging es los mit den wie immer hervorragenden und humorvollen Vorträgen aus den eigenen Reihen der Möhnenschar, die die Narren im Saal mit Aufmerksamkeit, viel Gelächter und anhaltendem Applaus honorierten:
Zuerst trafen sich der Bischof von Limburg und sieben ältere Riedener Herrschaften (Natascha Klein, Ruth Krupp, Marianne Schäfer, Michaela Luxem-Orth, Werner Orth, Helmut Engel, Jürgen Haubrich, Heike Werff) zum chillen am Waldsee und nahmen gekonnt das Riedener Dorfleben, aber auch sich selbst auf die Schippe. Danach betraten drei Landpomeranzen die Bühne, die zum ersten mal in ihrem Leben die Tücken einer Schönheitsfarm erlebten und kläglich an der Fitnesstrainerin Mandy und ihren Vorschlägen, endlich mal schön zu werden, scheiterten (Conny Doll, Heike Werff, Michaela Luxem-Orth, Ruth Krupp sowie Christiane, Marion, Vera, Natascha, Marianne, Sonja, Carmen).
Und dann enterten sechs wunderschön anzusehende kleine blau-weiße Funkenmariechen, der ganze Stolz der Möhnen, die Bühne, die einen perfekten Gardetanz auf bekannte kölsche Melodien hinlegten (einstudiert von Jutta und Sophie), womit sie einen Riesenapplaus und natürlich viele Zugabenrufe ernteten, die sie dem Publikum nach einer kurzen Verschnaufpause auch gewährten. Es tanzten Elena, Hannah, Stefanie, Lara, Patrizia und Lisa. Und weiter gings mit den Herren der Schöpfung und ihren tollen Darbietungen auf der Bühne: Zuerst tanzte das Riedener Herrenballett „Elastics“ als Indiana Jones und daran anschließend die Johannishöfer aus Mendig als Zimmermänner, die beide ohne Zugabe die Bühne nicht verlassen durften. Nach einem Schunkelwalzer, hier sei die neue Band des Abends, das Duo Guido und Guido lobend erwähnt, die die Sitzung zum ersten Mal hervorragend begleiteten, kündigte Ruth ein weiteres Highlight des Abends an: Florian Silbereisen (Michaela Luxem-Orth) präsentierte das Volksfest der Volksmusik und hatte die Stars der Berge im Gepäck.
Es musste aber alles im Schnelldurchlauf über die Bühne gehen, weil die Gäste noch nach Siebenbach ins 10.000-Mann-Zelt mussten. So jagten Maria und Margot Hellwig, Antonia aus Tirol, die Wildecker Herzbuben, die Zillertaler Schuhplatterler Halunken, die Kastelruther Spatzen, Marianne und Michael, Andreas Gabalier, die Apres-Ski-Hasen und Micky Krause im Minutentakt über die Bühne und präsentierten ihre bekannten Lieder. Das wirklich tolle Publikum spendete auch noch zu später Stunde Riesenapplaus für den fast fernsehreifen Auftritt, in dem fast alle aktiven Möhnen, unterstützt von fünf Mannsbildern (Werner, Christian, Theo, Jürgen, Helmut) glänzten.
Michaela Luxem-Orth, die zuständig für die Organisation, das Programm und die Vorträge den Abends ist, wurde im Anschluss daran der diesjährige Zeitungsorden verliehen und der Dank der gesamten Möhnenschar galt ihr, belegt durch einen Blumenstrauß. Bevor dann der Musikclown Michael Detje mit seinem Saxophon und wunderschönen flotten, aber auch gefühlvollen kölschen Liedern das Finale des hochkarätigen Abends einläutete, legten noch die „Grazy Devils“ aus Nickenich zu später Stunde einen hervorragenden Tanz aufs Parkett. Zum Finale standen dann alle Möhnen, alle Mitwirkenden und die Helfer des Abends auf der Bühne und beendeten eine wirklich gelungene Sitzung. Anschließend blieb man noch lange im Saal und es wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und getanzt.
Ein besonderer Dank galt noch dem tollen Publikum und den Helfern, auf und hinter der Bühne.
Gekonnt und mit viel Akrobatik brachte das Tanzmariechen ihre neue Fitness-Choreografie den Zuschauern näher.
Neuigkeiten aus Ridde am See: Will der Bischof von Limburg hier vielleicht seinen neuen Altersruhesitz aus Naturstein bauen lassen?
