Politik | 06.11.2015

Rund 100 Soldaten vom Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr aus Mayen üben zurzeit mit NATO-Truppen

Von der Eifel nach Aragonien – Medienprofis der Bundeswehr in Spanien

Ein starkes Team - die Mayener Mediensoldaten und ihre internationalen Partner. privat

Mayen/Spanien. Man könnte es als Feuertaufe bezeichnen, die Übung „Trident Juncture 2015“ ist die größte NATO-Übung seit Langem. Insgesamt 36.000 Soldaten aus nahezu allen NATO-Staaten üben zurzeit in Spanien, Portugal und Italien für eventuelle Einsätze des Verteidigungsbündnisses. Mit dabei sind auch 100 Frauen und Männer des Zentrums Operative Kommunikation der Bundeswehr aus Mayen.

Schon seit Jahresbeginn bereitet sich die sogenannte „Combined Joint Operational Communication Task Force“ auf ihren Auftrag vor. Mit kräftezehrenden Schießübungen auf dem Truppenübungsplatz Baumholder, Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an den zahlreichen LKWs und Kabinen oder auch der vertiefenden Medienausbildung. Die thematische Spannbreite der Ausbildung ist riesig. Mindestens genauso riesig ist auch der organisatorische Aufwand, den die Bundeswehr betreiben muss, um die Task-Force von Mayen nach Spanien zu verlegen. Die mächtigen Fahrzeuge, darunter auch Spezialfahrzeuge mit Panzerung, mussten zunächst nach Wilhelmshafen gefahren und dann per Schiff nach Spanien gebracht werden, das Personal wurde eingeflogen.

Seit Ende September sind die Mayener mit von der Partie. Dazu gehören auch zehn Kameraden aus dem polnischen Bydgoszcz sowie Verbindungsoffiziere aus Kanada, Spanien und den USA. Außerdem wird die Medientruppe noch von sechs Studenten der Universität der Bundeswehr München unterstützt. Erstmals stellt die Bundeswehr damit eine Task Force bereit, die es der NATO ermöglicht, das sogenannte „Informationsumfeld“ militärisch zu nutzen. Dabei wird neben den klassischen militärischen Fähigkeiten zu Land-, Luft und See verstärkt auch auf Information und Kommunikation im Rahmen der Operationsführung abgezielt. Mittels geeigneter kommunikativer Maßnahmen werden Wirkungen im Informationsumfeld erreicht, also beispielsweise Bevölkerungsgruppen in Einsatzgebieten gezielt angesprochen.

Zielgruppenangepasste Kommunikation in militärischen Operationen ist eine Herausforderung, der sich die Kommunikationsprofis aus der Eifel gut vorbereitet stellen. Das Zentrum für Operative Kommunikation ist ein einzigartiger Verband zur Analyse des Informationsumfeldes, der Planung kommunikativer Wirkungen einschließlich der Produktion von Medien aller Art. In der Übung werden die im Fachjargon „Informationsaktivitäten“ genannten Maßnahmen geplant und tägliche Beiträge und Analysen zur Wahrnehmung der fiktiven Übungs-Bevölkerung geliefert. In der multinationalen Task Force sind alle Medien vertreten: Radio, Video, Print und Social Media. In den hochmodernen und mobilen Mediencontainern erstellen die Soldatinnen und Soldaten rund um die Uhr eine Vielzahl von Beiträgen.

Neben Flugblättern, Fernsehbeiträgen und Radiosendungen für die Übungsszenarien, unterstützen die Mayener Soldaten auch das NATO Media Information Centre (NMIC). Die sogenannten Einsatzkamerateams (EKT) drehen dabei spannende Videos für den Youtubekanal der NATO und der Bundeswehr. Die Mayener Soldaten erstellen auch eine Feldzeitung für alle Übungsteilnehmer.

Die vielen Klicks und „Likes“ sprechen dabei eine eindeutige Sprache: Die Arbeit der CJ OPCOMM TF ist erfolgreich. Nicht nur die teilnehmenden Soldatinnen und Soldaten - auch hochrangige militärische Besucher waren vom Konzept der Operativen Kommunikation beeindruckt. Nicht ganz ohne Stolz nahm der Chef der Task-Force Oberst Michael Mattes deshalb stellvertretend für seine Mannschaft eine besondere Ehrung vom Befehlshaber General Domröse entgegen – eine extra für die Übung geprägte Sondermünze (Coin). Die in Militärkreisen hochgeschätzte Auszeichnung wird nach der Rückkehr in den Standort Mayen sicher einen prominenten Platz zwischen den zahlreichen Erinnerungswappen und Urkunden vergangener Jahre finden.

Aktuelle Infos über die Übung findet man bei Twitter #TJ15 oder bei Youtube unter „Trident Juncture 2015“.

Pressemitteilung

Zentrum Operative

Kommunikation der Bundeswehr Mayen

Eine besondere Auszeichnung - der COIN des NATO-Kommandeurs.

Hochmotiviert - Oberfeldwebel Wirtz mit schwerem Gerät in Spanien.

Pixel statt Patronen - ein Mediensoldat im Einsatz.

Von der Eifel nach Aragonien – Medienprofis der Bundeswehr in Spanien

Von der Eifel nach Aragonien – Medienprofis der Bundeswehr in Spanien

Von der Eifel nach Aragonien – Medienprofis der Bundeswehr in Spanien

Ein starkes Team - die Mayener Mediensoldaten und ihre internationalen Partner. Fotos: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Ignaz Wrobel: Bedauerlich und fragwürdig finde ich, dass offenbar nicht die konstruktive Mitarbeit (!!!) in kommunalen Gremien zur grundlegenden Mitwirkung bei solchen Entscheidungen gesucht wird. Ich würde mich...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
  • Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Gesundheit im Blick
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2026
Familienfest freiwillige Feuerwehr Ringen-Bölingen am 01.05.26
Erzieher
SB Wahlen
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: ROB
11

Puderbach. Am 23.04.26 gegen 16:25 Uhr wurde der Polizei Straßenhaus ein rotfarbener Kleinwagen mit erheblichen Beschädigungen und einer unsicheren Fahrweise in der Ortslage Puderbach gemeldet. Durch die Fahrweise wurden mehrere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Unter anderem habe eine Familie mit Kinderwagen, welche die Straße „Ackerweg“ auf Höhe der Kirche überquerte, auf den Bürgersteig springen müssen, um nicht von dem rotfarbenen Kleinwagen erfasst zu werden.

Weiterlesen

Meckenheim geht beim Fußverkehrs-Check mit, von links: Christoph Overs, Leiter der Geschäftsstelle und der Koordinierungsstelle Zukunftsnetz Mobilität NRW Rheinland, die städtische Mobilitätsmanagerin Liena Humke, Umweltplanerin und Mobilitätsmanagerin Nele Allerchen, Bürgermeister Sven Schnieber und der Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW Oliver Krischer. Foto: go.Rheinland GmbH / Smilla Dankert
12

Fußverkehrs-Check NRW 2026: Meckenheim ist dabei

Die Apfelstadt wurde vom Ministerium als Teilnehmerin ausgewählt

Meckenheim. Es ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt. Deshalb soll das Gehen in Meckenheim nun mehr Aufmerksamkeit bekommen: Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen „Fußverkehrs-Check“ wurde Meckenheim vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als teilnehmende Stadt ausgewählt.

Weiterlesen

Symbolbild.
14

Odendorf. In Odendorf wurde eine Absackung der Fahrbahn und Bürgersteige im Bereich der Hausnummern 14 bis 21 in der Odinstraße festgestellt. Um die Ursache dieser Absackung zu ermitteln und entsprechende Reparaturen durchzuführen, ist eine Vollsperrung der Odinstraße in diesem Abschnitt vom 04. bis 08. Mai erforderlich.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2026
Holz Loth-Entsorgung
Schulze Klima -Image
Titel-Eckfeld - Bestellung Nr. 4300003863
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Gesundheit im Blick
Titelanzeige
Verwaltung Immobilien
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr