Unfallkasse verleiht „Lärmampel“ an Kitas
„Von stillem Grün bis lautem Rot“
Technik, Organisation und Pädagogik kann den Geräuschpegel senken
Region. Ein Tag in der Kindertageseinrichtung kann ganz schön laut sein: klingelnde Spielzeughandys, tutende Feuerwehrautos, lautes Geschrei, umfallende Bauklötze. Wenn Kinder spielen, steigt schon mal der Lärmpegel. Das ist völlig normal. Doch wichtig für alle Beteiligten ist der Wechsel zwischen laut und leise sowie Rückzugszonen für Groß und Klein. Darauf weist die Unfallkasse Rheinland-Pfalz anlässlich des Tags des Lärms am 30. April hin. „Eine gute Möglichkeit ist eine Ampel, die Lärm für Kinder und Erziehungskräfte sichtbar macht“, informiert Annette Tornau von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. „Spielerisch können Erziehungskräfte in Kindertageseinrichtungen den Kindern das Thema näher bringen“ so die Präventionsfachfrau. Mit Lärmampeln, welche die Unfallkasse Rheinland-Pfalz Kitas kostenfrei zur Verfügung stellt, können Kinder selbst herausfinden, wie laut es in ihrer Einrichtung ist. Je nach Geräuschpegel leuchtet auf der Ampel das „stille“ Grün oder das „laute“ Rot auf.
Von Hörschäden bis Konzentrationsschwierigkeiten
Ständige Beschallung quält das empfindliche Gehör vieler Kinder und Erziehungskräfte. Damit nicht genug - lärmgestresste Kinder bleiben in ihrer Sprachentwicklung und Konzentrationsfähigkeit häufig hinter denen zurück, die ihre Ruhephasen haben dürfen. Ruhe-Inseln im Kindergarten und zu Hause bieten den Kindern die Möglichkeit zum Entspannen und sollten ein Muss sein. Darauf weist Annette Tornau besonders hin. Bei der Planung und Sanierung von Kitas lassen sich durch geeignete raumakustische Maßnahmen, wie dem Einbringen schallabsorbierender Flächen, Geräuschpegel spürbar mindern. Doch eine gute Organisation und die pädagogische Arbeit der Erziehungskräfte spielen in puncto Lärm ebenfalls eine wichtige Rolle. So kann man mit dem Einsatz einer Lärmampel pädagogische Maßnahmen unterstützen oder durch das Einrichten von „lauten“ und „leisen“ Bereichen eine verbesserte Atmosphäre für Jung und Alt schaffen. Mehr dazu unter www.ukrlp.de/Suchbegriffe: „Lärm“ oder „Akustik“ oder „Arbeitsumgebung.“
Pressemitteilung der
Unfallkasse Rheinland-Pfalz
