In der Marienkapelle in Rieden findet zurzeit eine Ausstellung zum Ersten Weltkrieg
„Was der Krieg übrig ließ“
Rieden. Jeder Tag des Jahres wäre wohl Anlass an irgendeinen Krieg zu erinnern, der an diesem Tag irgendwo auf der Erde ausgebrochen ist. Zu Recht ist die hundertste Wiederkehr des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges ein besonderes Datum. Einerseits, weil in der Menschheitsgeschichte noch selten vorher eine kriegerische Auseinandersetzung so lange andauerte, so viele Menschenleben durch Tod, physische und psychische Verwundung zerstörte und außerdem noch nie vorher die beteiligten Staaten und ihre Bewohner in unermessliches wirtschaftliches Elend gestürzt wurden. Die politischen Folgen des Ersten Weltkrieges wirken bis heute nach.
Zeitzeugen werden seltener
Es gibt heute kaum noch Überlebende, die von dieser Zeit berichten könnten. Wenn, waren sie damals Kinder und können selber von den Kriegsgeschehnissen meist nur vom Hörensagen erzählen.
Man ist auf andere Zeitzeugnisse angewiesen. Die Ausstellung „Was der Krieg übrig ließ“ besteht aus Fundstücken, die fast ausschließlich aus Rieden stammen. Sie wurden entweder von Soldaten, die im Fronturlaub nach Hause fuhren oder nach dem Ende des Krieges mitgebracht, stammen von der amerikanischen Besatzung nach 1918, oder sie stehen in einem anderen Zusammenhang zum Ersten Weltkrieg. Jeder Gegenstand erzählt eine Geschichte, die nicht immer kriegerisch ist.
Wann ist die Ausstellung geöffnet?
Die Ausstellung ist bis voraussichtlich Anfang Oktober montags, dienstags und freitags von 16 bis 19 Uhr und auf Anfrage geöffnet. Infos unter Tel. (0 26 55) 9 62 54 93.
Ausstellungen wie diese helfen, die Schreckenszeit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
