Allgemeine Berichte | 07.05.2015

Fachstelle für Frühe Hilfen bot Weiterbildungsseminar für KITA – Fachkräfte“

Wie viel Bindung braucht ein Kind?

Mitarbeiterinnen in Kitas nutzten Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch

Die Seminarteilnehmerinnen arbeiteten konzentriert in angenehmer Umgebung.Andrea Feld

Mayen-Koblenz. Die Fachstelle für Frühe Hilfen im Landkreis Mayen-Koblenz lud erstmals Fachkräfte aus den kooperierenden Kindertagesstätten der Verbandsgemeinden Maifeld, Mendig, Rhein-Mosel und Vordereifel ein, um sich zwei Tage lang über die Bindung im Kleinkindalter und ihre Bedeutung bei der Eingewöhnung in die KITA auszutauschen.

„Vielen Eltern ist nicht bewusst, wie wichtig eine langsame und feinfühlige Eingewöhnung ihres Kindes ist. Das Kind kannte bisher nur seine vertraute Umgebung und die wichtigsten Bezugspersonen. Da brauchen die Kleinen Zeit, sich langsam an neue Bindungspersonen zu gewöhnen“, berichtete eine Erzieherin aus dem Kindergartenalltag.

Grundlage der Weiterbildung sind Erkenntnisse aus der Bindungsforschung und wissenschaftliche Untersuchungen. Diese bestätigen, dass Kinder mit einer sicheren Bindung gestärkter durchs Leben gehen, motivierter lernen und ein Urvertrauen entwickeln, das sie ein ganzes Leben begleitet und schwierige Phasen oder Ereignisse leichter überstehen lässt. Christa Fröhlich: „Daher ist es die Aufgabe von Pädagogen, die mit Säuglingen und Kleinkindern und deren Eltern zu tun haben, Mütter und Väter zu stärken und ihnen einen sicheren und intuitiven Umgang mit den Kindern zu ermöglichen.“

Die Mitarbeiterinnen der Fachstelle referierten anschaulich, welche Bindungsqualitäten es gibt und an welchen Signalen diese zu erkennen und zu unterscheiden sind. Auch wurde erläutert, auf welche Weise eine Bezugserzieherin die Eingewöhnung für Eltern und Kinder erleichtern kann.

Birgitt Loser-Hees betonte in diesem Zusammenhang die wichtige Rolle von Erzieherinnen in der Eingewöhnungsphase: „Forschungsergebnisse zeigen, dass selbst Mütter, deren Kind bisher eine unsichere Bindungsrepräsentation hatte, durch die kompetente Unterstützung der Erzieherinnen noch lernten, zu Hause feinfühliger mit ihrem Kind umzugehen und es in seiner Entwicklung zu unterstützen.“

Wie feinfühliges Verhalten aussieht, schauten sich die Erzieherinnen anhand von Videos an. Dann überlegten sie gemeinsam, wie dies im Kindegartenalltag umgesetzt werden kann, und tauschten sich über unterschiedliche Eingewöhnungskonzepte aus.

Andrea Feld verwies am Ende des Seminars auf das zusätzliche Angebot der kollegialen Beratung für Mitarbeiterinnen in Kindertagesstätten, zu dem die Fachstelle Frühe Hilfen bereits am 12. Juni ins Mehrgenerationenhaus nach Mayen einlädt.

Die „Fachstelle für Frühe Hilfen“, eine Kooperation von Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. und Evangelischer Kirchengemeinde Maifeld, hilft jungen Familien in den Verbandsgemeinden Maifeld, Mendig, Vordereifel und Rhein-Mosel. Angesprochen sind Schwangere und Eltern mit Kindern im Alter von null bis drei Jahren, die in ihren Kommunen erschwerten Zugang zu Angeboten der Familienbildung und Frühen Hilfen haben.

Weitere Informationen und Anmeldung:

Andrea Feld, Fachstelle für Frühe Hilfen, Mehrgenerationenhaus St. Matthias, St.-Veit-Straße 14, 56727 Mayen Telefon: (0 26 51) 98 69-105 oder bei Kerstin Rötering, Telefon: (01 51) 538 30 998.

Die Seminarteilnehmerinnen arbeiteten konzentriert in angenehmer Umgebung.Foto: Andrea Feld

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