Fußball-Bezirksliga Mitte, neunter Spieltag
„Wir müssen diese Ergebnisse akzeptieren“
aus Kottenheim
SV Eintracht Mendig unterlag beim HSV Neuwied nach schwacher Leistung mit 1:3 (1:1)
Neuwied. Herber Rückschlag für den SV Eintracht Mendig: Die Mannschaft von Spielertrainer Damir Mrkalj unterlag am neunten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Mitte beim Tabellenletzten, dem Heimatsportverein Neuwied (HSV), nach einer enttäuschenden Leistung mit 1:3 (1:1). Die Deichstädter verbuchten den ersten dreifachen Punktgewinn der Saison, bislang war das Team von Übungsleiter Stefan Fink nicht über drei Unentschieden hinausgekommen.
„Die letzte Energie hat uns heute gefehlt. Irgendwann gehen auch mir die Argumente aus. In der vergangenen Woche sind wir noch mit einem blauen Auge davongekommen, diesmal gab es den Knockout“, erklärte Mrkalj. „Es ist schade, dass wir es über die Außen nicht hinkriegen, uns durchzusetzen. In der Summe kassieren wir auch viel zu viele Gegentreffer. Wir wissen, dass es für uns ein Übergangsjahr ist. Da müssen wir solche Ergebnisse akzeptieren. Es ist ein gewaltiger Dämpfer, wir hätten uns oben etablieren können. Bisher haben wir über unsere Erwartungen gespielt. Die Begegnung wurde durch drei Standardsituationen entschieden, das spricht eine deutliche Sprache.“
Im ersten Abschnitt waren die Gäste vor 100 Zuschauern auf dem hervorragenden Rasenplatz noch einigermaßen in der Partie. Nach einer HSV-Ecke von der linken Seite quetschte sich der Ball zwischen Robin Rohr und dem Pfosten zur bis dahin überraschenden 1:0-Führung der Neuwieder über die Torlinie (39.). Fünf Minuten später glich Joel Maas nach einer Flanke von Mrkalj aus. Dabei verletzte sich der junge Eintracht-Stürmer, nach der Pause konnte er nicht mehr mitwirken und wurde durch Dama Kanouté ersetzt.
Nach Wiederanpfiff hatten die Gäste das Momentum für sich, allerdings nur für kurze Zeit. Einen Eckball von der rechten Seite ließ SV-Schlussmann Nico Fogolin durch die Finger flutschen, Christof Fink musste nur noch zum 2:1 abstauben (54.). Nach exakt einer Stunde stellte Sascha Kaiser bereits den 3:1-Endstand her. „Es ist so demotivierend. In den vergangenen Wochen ziehen sich die individuellen Patzer vor allem im Tor wie ein Roter Faden durch die Saison“, bilanzierte Mrkalj. „Es ist eine riesige Baustelle. Zudem ist uns das Durchsetzungsvermögen uns komplett abgegangen. Wir konnten praktisch keine Eins-gegen-eins-Situation für uns entscheiden.“
HSV Neuwied: Jan Lück, Jonas Triesch, Fabian Weber, Niklas Leitner, Sascha Kaiser, Yannik Finkenbusch, Christof Fink, Fabrice Noel Ahrendt (90. + 2 Marius Christ), Matthias Fink (66. Sem Halfmann), Jannick Wingender (84. André Jean Francois), Giovanni Landi (88. Sebastian Seemann).
SV Eintracht Mendig: Nico Fogolin, Michael Koch (86. Niklas Volk), Robin Koch, Alexej Eberhardt, Adrian Medic (77. Stephan Gies), Damir Mrkalj (83. Serhat Acar), Matthias Wengenroth, Jeff Ampadu, Joel Maas (46. Dama Kanouté), Marius Wingenbach, Brice Braquin (61. Meris Ramic).
Schiedsrichter: Ralf Volk (Brey).
Zuschauer: 100.
Torfolge: 1:0 Robin Rohr (39., Eigentor), 1:1 Joel Maas (44.), 2:1 Christof Fink (54.), 3:1 Sascha Kaiser (60.).
Nächste Aufgabe für den HSV Neuwied: am Sonntag, 11. Oktober, um 14.15 Uhr bei der SG Liebshausen).
Nächste Aufgabe für den SV Eintracht Mendig: am Samstag, 10. Oktober, um 17.30 Uhr gegen den SV Blau-Weiß Binningen. (SK)
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Joel Maas (Mitte) musste nach der Pause verletzungsbedingt in der Kabine bleiben. Foto: SK Foto: Stefan Schmitz