Politik | 28.09.2015

VG-Rat muss formell noch zustimmen

Wird Riedener Gemeindehalle demnächst „Moddebaach-Halle“ heißen?

Ortsbürgermeister Andreas Doll (l.) zeigte anhand eines Modells, wie das geplante Urnengräberfeld auf dem Friedhof aussehen könnte.

Rieden. Nach entsprechenden Beratungen des Gemeinderates Rieden am 9. Februar und des Verbandsgemeinderates Mendig am 18. März wurden die im Rahmen eines Wettbewerbs gemachten Namensvorschläge für die Gemeindehalle Rieden von einer Auswahlkommission sowie den Beigeordneten und Fraktionsvorsitzenden des Riedener Gemeinderates ausgewertet. Als ihren Namens-Favoriten stellte die Kommission den Namen „Moddebaach-Hall´“ vor. In seiner jüngsten Sitzung einigte der Gemeinderat sich nach kurzen Diskussionen auf den Namen „Moddebaach-Halle“. Ortsbürgermeister Andreas Doll wird diesen Vorschlag an die Verbandsgemeinde Mendig als Haupteigentümerin weiterleiten, damit der Verbandsgemeinderat dieser Namensgebung formell zustimmen kann.

Ehrenamtskarte beschlossen

Der Verbandsgemeinderat Mendig hatte in seiner Sitzung am 1. Juli einstimmig beschlossen, die landesweite Ehrenamtskarte für die VG-Mendig einzuführen. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung mit dem Land Rheinland-Pfalz wurde kürzlich von Staatssekretär Clemens Hoch und VG-Bürgermeister Jörg Lempertz im Historischen Sitzungssaal der Verbandsgemeinde unterzeichnet. Der Gemeinderat Rieden beschloss nunmehr einstimmig, sich durch eine Vergünstigung in Form eines zehnprozentigen Nachlasses bei der Gebühr für die Nutzung der Grillhütte zu beteiligen. Ebenfalls beschloss der Rat, die Benutzungsordnung für die Grillhütte entsprechend zu ändern. Bei dieser Gelegenheit gab Ortsbürgermeister Doll bekannt, dass nach dem erfolgten Umbau der Grillhütte nunmehr im Oktober auch der Vorplatz instand gesetzt werde. Die Kosten hierfür haben - nach den Worten von Andreas Doll - der Vereinsring Rieden und die RWE im Rahmen ihrer „Aktiv vor Ort“-Aktion (Arbeitgeber von A. Doll) übernommen. Im Übrigen regte der Ortsbürgermeister an, einen Verantwortlichen zu benennen, der sich - ähnlich einer Hausmeistertätigkeit - um die Pflege, beziehungsweise den Erhalt des aktuellen Zustandes kümmern sollte.

In einem Schreiben vom 7. Juli teilte das Vermessungs- und Katasteramt Osteifel-Hunsrück mit, dass der bisherige Vorsitzende des Umlegungsausschusses Rieden, Dr. Marcel Weber zum 1. April versetzt wurde und schlug als dessen Nachfolger Dr. Dierk Deußen vor. Der Riedener Gemeinderat folgte diesem Vorschlag und votierte einstimmig für Dr. Dierk Deußen als neuen Vorsitzenden des Umlegungsausschusses des Gemeinderats Rieden.

Über Spende entschieden

Nach der Gemeindeordnung hat der Gemeinderat über die Annahme beziehungsweise Vermittlung von Spenden zu entscheiden. Nachdem am 1. April eine Geldspende in Höhe von 230,23 Euro an den Kindergarten Rieden (Erlös Osterbasar) gegangen war, erteilte der Gemeinderat nunmehr einstimmig seine Zustimmung, die vorgenannte Spende anzunehmen. Anschließend gab Ortsbürgermeister Doll bekannt, dass die Kommunalaufsicht mit Schreiben vom 27. April mitgeteilt habe, dass gegen die Festsetzungen im Haushaltsplan 2015, den Stellenplan und die weiteren Anlagen keine Bedenken wegen Rechtsverletzung erhoben werden. Die Kreditermächtigung über den Betrag von 19.800 Euro werde unter der Voraussetzung genehmigt, dass die strengen Ausnahmetatbestände der Verwaltungsvorschrift erfüllt seien. Weiter teilte Andreas Doll u.a. mit, dass die von einem fraktionsübergreifenden Arbeitskreis vorgebrachten Ideen bezüglich der Einrichtung des Urnengräberfeldes inzwischen Gestalt angenommen haben. Wie die Umsetzung aussehen könnte, veranschaulichte er anhand eines von ihm angefertigten Modells.

Bürger meldeten sich zu Wort

Im Rahmen der Einwohnerfragestunde meldeten sich u.a. Ansgar Lanz und Ildefons Andres zu Wort. Zunächst berichtete Ansgar Lanz von der seiner Ansicht nach unhaltbaren Verkehrssituation in der Hubertusstraße, wo neben einigen ortsfremden Autofahrern insbesondere Einheimische und Mitarbeiter der dort angesiedelten Unternehmen ihre Autos parkten. Dadurch käme es mitunter zu gefährlichen Engpässen. Ortsbürgermeister Doll, der mit dem Bauausschuss bereits eine Ortsbesichtigung vorgenommen hat, versicherte, dass hier eine Lösung angestrebt werde. Auf die Bitte von Ansgar Lanz, in der Bergstraße einen Spiegel anzubringen, da der fließende Verkehr gar nicht oder nur sehr schwer einsehbar sei, versicherte Ortsbürgermeister Doll: „Wir werden uns auch dieser Sache annehmen und entsprechend entscheiden!“ Ildefons Andres, Leiter der sogenannten „Mittwochstruppe“, die sich aus aktiven Riedener Senioren rekrutiert, beschwerte sich darüber, dass er mit seinen Mitstreitern vor genau zwei Jahren und sieben Monaten unter Zeitdruck (Brutzeit der Vögel) den Hang am Friedhof gerodet habe, damit dieser hätte neu bepflanzt werden können. Dies sei jedoch von den Verantwortlichen bis heute versäumt worden. Andreas Doll zeigte großes Verständnis für den Unmut von Ildefons Andres, versicherte jedoch, dass er kürzlich dafür gesorgt habe, dass eine Ausschreibung für die neue Bepflanzung des Hanges auf den Weg gebracht worden sei.

Zu dem Vorwurf von Herrn Andres, dass an vielen Privat-Grundstücken die Hecken bis auf den Bürgersteig beziehungsweise sogar mitunter bis auf die Straße rankten, erinnerte der Ortsbürgermeister an seinen Aufruf in „Blick aktuell“, in dem er an die Bürger appellierte, ihre Grundstücke so zu säubern, dass der Straßenverkehr nicht beeinträchtigt werde. Auf den Vorschlag von Herrn Andres, die Bürger persönlich anzuschreiben, beziehungsweise anzumahnen, wies VG-Bürgermeister Jörg darauf hin, dass dies aufgrund der problematischen Rechtslage nicht zielführend sei.

Last, but not least sagte Ortsbürgermeister Doll zu dem Hinweis, dass der Sauerbrunnen unregelmäßig laufe und die Kohlensäure sich staue, dass bereits ein Fachmann mit der Instandsetzung des Sauerbrunnens befasst sei.

Ortsbürgermeister Andreas Doll (l.) zeigte anhand eines Modells, wie das geplante Urnengräberfeld auf dem Friedhof aussehen könnte.

Ortsbürgermeister Andreas Doll (l.) zeigte anhand eines Modells, wie das geplante Urnengräberfeld auf dem Friedhof aussehen könnte.

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  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
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