Fachleute stießen in Gänsehalsstraße auf eine Warmwasserquelle
Wird aus Backofenbauerdorf Bell demnächst Bad Bell?
Bell. Heiße und warme Quellen werden gerne für therapeutische Zwecke genutzt, da sie reicher an gelösten Mineralien sind als kalte Quellen. Bei den Indianern Nordamerikas waren heiße und warme Quellen bereits vor über 10.000 Jahren bekannt und fanden als Heilstätten Verwendung. Dagegen wurde der Jordansprudel in Bad Oeynhausen 1926 erbohrt und ist mit einer Tiefe von 725 Metern die größte kohlensäurehaltige Thermalsolequelle der Welt. Zu den ergiebigsten Thermalquellen Deutschlands gehören ferner die Aachener Thermalquellen. Diese Quellen führten oft zum Bau von Thermalbädern.
Da im Rahmen der umfangreichen Straßenbauarbeiten in der Gänsehalsstraße im Backofenbauerdorf Bell unter anderem auch die Kanalisation erneuert werden soll, stellten kürzlich die Mitarbeiter einer der ausführenden Firmen bei einem Ortstermin westlich der Gänsehalsstraße starke Temperaturschwankungen fest. Bei den daraufhin von Ortsbürgermeister Bernd Merkler unverzüglich angeordneten Probebohrungen entdeckten die Arbeiter eine Warmwasserquelle.
Da sogenannte Thermalquellen auch als Energiequellen genutzt werden können, wird nunmehr in Erwägung gezogen, unter der Gänsehalsstraße Lehrrohre einzuziehen und mit dem warmen Wasser zu füllen.
Ortsbürgermeister Berndt Merkler unterstrich in einem Gespräch mit „Blick aktuell“: „Dadurch könnte im Winter das Räumen von Schnee und Eis durch die Gemeindearbeiter entfallen, was sich wiederum kostensparend auf unser Budget auswirken würde.“
Zu der Frage von „Blick aktuell“, ob die Gemeinde Bell aufgrund der entdeckten Thermalquelle demnächst in Bad Bell umgetauft werde, wollte Ortsbürgermeister Merkler sich noch nicht äußern.

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