111 Jahre KG Obermendig
Zahlreiche Freunde der fünften Jahreszeit kamen zur Einsegnung des KGO-Denkmals
Mendig. Anlässlich der Einweihung eines Denkmals zum 111-jährigen Bestehen der Karnevalsgesellschaft Obermendig waren am vergangenen Samstag, 12. Juli zahlreiche Freunde der fünften Jahreszeit zum Platz vor dem Florinshof gekommen, wo sie vom Vorsitzenden der KGO, Michael Hamann herzlich begrüßt wurden.
Ein besonderer Gruß Hamanns galt neben den KGO-Mitgliedern dem Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel und VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, den Vertretern der Volksbank RheinAhrEifel sowie der Kreissparkasse Mayen, dem Pastor a.D. Stephan Augst, dem Mendiger Bildhauer Hans Loosen und nicht zuletzt den anwesenden Freunden der KG Obermendig. Während das Husarencorps Jack von der Wasserschöpp für den musikalischen Rahmen sorgte, verwöhnten die KGO´ler ihre Gäste mit Speis und Trank.
Vor 111 Jahren
Vor 111 Jahren, genau gesagt am 4. Februar 1903, wurde der Karnevalsverein damals unter dem Namen „Die närrischen Brüder“ in Obermendig gegründet. Martin Mohr, Peter Lanz, Stephan Ax und Wilhelm Siebenbach besetzten den Vorstand.
Aus den heute noch erhaltenen Unterlagen geht hervor, dass der Verein im Gründungsjahr bereits 25 Mitglieder hatte. Michael Hamann klärte die Anwesenden in seiner Begrüßungsrede jedoch darüber auf, dass es laut Paragraph 2 der damaligen Statuten nicht mehr als 25 Mitglieder sein durften. „In Wirklichkeit waren es mehr. So hat man die weiteren Mitglieder schon im Gründungsjahr kurzerhand als Ehrenmitglieder benannt. Dies ist halt die „Obermendiger Spitzfindigkeit“!
Lebendige Tradition
Weiter führte der KGO-Vorsitzende aus: „Aus alten Protokollbüchern und Zeitungsartikel ist zu entnehmen, dass die Obermendiger Karnevalisten es trotz der damaligen schwierigen Zeit immer wieder schaften, Veranstaltungen, wie Damensitzungen und Maskenbälle, die weit über die Dorfgrenzen bekannt waren auf die Beine zu stellen.“ Durch zwei große Kriege hat sich die KG 1903 Obermendig nicht aufhalten lassen, diese Tradition lebendig bleiben zu lassen.
Aus den anfänglich 25 Mitgliedern sind mittlerweile über 350 geworden. Aus Sitzungen und Bällen mit einer Vielzahl von Vorträgen und einigen Couplets ist heute ein bunter Karneval voller Show, Tanz und Musik geworden, bei dem eines das Wichtigste der Narren geblieben ist: Menschen zum Lachen zu animieren.
Ein Denkmal an einem würdigen Platz
„Bei der Jahreshauptversammlung am 31. Oktober 1955 gab der Präsident Matthias Schneider einen lange Jahre gehegten Wunsch bekannt, allen verstorbenen und gefallenen Kameraden, die bis zu ihrem Tod der Gesellschaft angehörten, ein Denkmal an einem würdigen Platz in Obermendig zu errichten. Dieser Tagesordnungspunkt wurde jedoch verschoben. Heute, fast 60 Jahre später, möchten wir diesem Wunsch annähernd gerecht werden. Ein Gedenkstein soll auf die lange Tradition der 'Obermendiger Faasenacht' hinweisen und stellvertretend für alle stehen, welche die Obermendiger Fastnacht über diesen langen Zeitraum hinweg aufrechterhalten und gefördert haben“, so Michael Hamann. Der Mendiger Bildhauer Hans Loosen hat stellvertretend für die Abteilungen der Karnevalsgesellschaft einen Elferrat, eine Möhn und einen Husar, zusammen mit Till Eulenspiegel, dem Wahrzeichen der Obermendiger Jecken, in Stein gehauen. Nach der Enthüllung des Kunstwerkes, an dem Hans Loosen nach eigenen Worten rund Hundert Stunden gearbeitet hat, sagte Hamann: „Dies alles ist und war natürlich nicht möglich ohne finanzielle Unterstützung. Daher gilt unser großer Dank den beiden ortsansässigen Banken die beide für Tradition und Heimat einstehen. Vielen Dank der Kreissparkasse Mayen und der Volksbank RheinAhrEifel eG. Ein großer Dank gilt auch der Stadt. Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel, selbst aktiver Karnevalist, hat uns kurzerhand und völlig unbürokratisch den Platz hier, wo wir Jahr für Jahr, den Karneval 'beerdigen' zur Verfügung gestellt."
Einsegnung
Nachdem Pfarrer a.D. Stephan Augst das Denkmal eingesegnet und gemeinsam mit den Anwesenden ein Gebet gesprochen hatte, wandten Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel und VG-Bürgermeister sich mit je einem Grußwort an die KGO´ler und sprachen noch einmal ihre Glückwünsche zu dem denkwürdigen Jubiläum des Karnevalsvereins aus. Während Hans-Peter Ammel sich mit einem Geldgeschenk erkenntlich zeigte, spendiere Jörg Lempertz für das nächste Fest der KGO ein 50 Liter Fass Mendiger Vulkanbräu.
