Lokalsport | 14.04.2014

Heftige Kollision im Streckenabschnitt Pflanzgarten nach 51 Minuten Fahrzeit

Zweiter Triumph in der Teamgeschichte für Frikadelli Racing in der VLN

Jürgen Nett (li.) mit Teamkollegen Mario Merten.

Nürburgring. Großer Jubel nach der Zieldurchfahrt des Porsche 911GT3R beim Team von Frikadelli Racing. Hatte doch soeben das Fahrerquartett um Teamchef Klaus Abbelen, Sabine Schmitz (beide Barweiler), Patrick Pilet (Frankreich) und Patrick Huismann (Niederlande) den zweiten Triumph in der VLN Teamgeschichte einfahren können. Zuvor war das Rennen jedoch nach einer heftigen Kollision zwischen dem GetSpeed-Porsche und dem VW-Scirocco von Mathilda Racing nach einer Fahrzeit von 51 Minuten, mit der Roten Flagge für über drei Stunden unterbrochen worden. Im Streckenabschnitt Pflanzgarten mussten nach dem Unfall, neben dem Bergen der Fahrzeuge auch die Leitplanken auf einer Länge von rund 80 Metern erneuert werden. Während der verunfallte 911 Porsche im Frontbereich stark beschädigt wurde, überschlug sich der Scirocco über die dreifachen Schutzblanken in den angrenzenden Wald. Glücklicherweise blieben die beiden Fahrer der beteiligten Fahrzeuge Steve Jahns (Luxemburg) und Constantin Kletzer (Österreich) bei dem Zwischenfall unverletzt. Nach Abschluss der Reparaturarbeiten an der Unfallstelle konnte dann Rennleiter Bernd Burkhard um 16:15 Uhr endlich den Neustart über eine zweite Renndistanz von zwei Stunden freigeben. Von Position fünf aus war der Frikadelli-Porsche in den ersten Rennabschnitt gestartet. Schon in der ersten Runde konnte sich Startfahrer Huisman die Führung erobern und bis zum Zeitpunkt des Rennabbruchs auf über 20 Sekunden ausbauen. Im zweiten Rennteil überquerte der Frikadelli-Bolide dann nur wenige Sekunden hinter den später zweitplatzierten Phoenix-Audi R8 LMS ultra, mit Marcel Fässler (Schweiz) und Markus Winkelhock (Berglen-Steinach) die Ziellinie, was in der Zeitenaddition der beiden Einzel gewerteten Rennabschnitte zum Sieg reichte. Rang drei belegten Martin Ragginger (Österreich) und Alexandre Imperatori (Hongkong) mit einem weiteren Porsche 911 GT3 R vom Team Falken Motorsports. Hinter dem Spitzentrio erreichte die Mannschaft Georg Weiss (Monschau), Oliver Kainz (Kottenheim), Michael Jacobs (Roetgen-Rott) und Jochen Krumbach (Eschweiler) mit dem Porsche 911 GT3 RSR von Team Manthey die vierte Position. Den schnellsten BMW Z4 GT3 vom belgischen Team Marc VDS pilotierten Jörg Müller (Schweiz) und Maxime Martin (Belgien) auf die fünfte Position. „Wir haben unsere Möglichkeiten genutzt und als Team verdient gewonnen“, sagte Abbelen. „Bei uns sind alle Fahrer volles Rohr gefahren und wir haben sie nicht zurückgepfiffen. Politik ist für mich im Motorsport ein Fremdwort. Wir treten an, um zu gewinnen.“ Abbelen spielte mit diesen Worten auf den Verdacht an, dass manche Spitzen Teams bewusst nicht das ganze Leistungspotenzial ihrer Fahrzeuge abrufen, um nicht aufgrund des Reglements, eine Leistungsbegrenzung des Fahrzeugs vor dem 24h-Rennen zu riskieren. Nach dem unglücklichen ersten VLN Lauf lief es für die beiden Mayener Piloten Jürgen Nett und Stephan Rössel beim zweiten Rennen besser. Während für Carsten Knechtges aufgrund des Unfalls seines Teamkollegen im ersten Rennen noch kein einsatzfähiger Rennbolide zur Verfügung stand, konnte Jürgen Nett gemeinsam mit Mario Merten (Kelberg) seine erste Podiumsplatzierung in der neuen Saison einfahren. Dabei blieb die Entscheidung um die Position eins und zwei in der Opel Cup Klasse bis zum Schluss spannend. Während das Siegerteam in vollem Renntempo seine letzte Runde absolvierte, muste der Opel von Nett und Merten im Sparmodus seine Runde drehen, um nicht mit Spritmangel auf der 24,358 Kilometer langen Strecke liegen zu bleiben. „Wir haben uns bei der Spritmenge vertan, das war verdammt eng“, sagte Nett, der die Schlussphase von der Boxenmauer aus verfolgte. In der mit 15 Startern stark besetzten SP7 Klasse belegte Stephan Rössel gemeinsam mit Wolfgang Kemper (Menden) und Ingo Vogler (Schalksmühle) mit dem Porsche 911 GT3 Cup von Car Collection Motorsport eine gute Mittelfeldplatzierung. Der dritte Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 26. April statt. Der 56. ADAC ACAS H&R-Cup führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

Jürgen Nett (li.) mit Teamkollegen Mario Merten.
Auf einer Länge von runde 80 Metern mussten nach einem Unfall die Leitplanken erneuert werden, bevor Rennleiter Bernd Burkhard den Neustart freigeben konnte.

Auf einer Länge von runde 80 Metern mussten nach einem Unfall die Leitplanken erneuert werden, bevor Rennleiter Bernd Burkhard den Neustart freigeben konnte.

Nach einem Unfall im Streckenabschnitt Pflanzgarten mussten die Teams über drei Stunden auf den Neustart warten.

Nach einem Unfall im Streckenabschnitt Pflanzgarten mussten die Teams über drei Stunden auf den Neustart warten.

Stephan Rössel (mitte) und seinen Mitstreitern Ingo Vogler und Wolfgang Kemper am Car Collection Porsche 911 GT3 Cup.

Stephan Rössel (mitte) und seinen Mitstreitern Ingo Vogler und Wolfgang Kemper am Car Collection Porsche 911 GT3 Cup.

Jürgen Nett (li.) mit Teamkollegen Mario Merten.

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