Polizei Koblenz verstärkt Einsatz gegen Autopose
05.04.: Kontrollen zeigen Wirkung: Weniger Verstöße in der Tuning-Szene
Koblenz. Das Tuning-Kontrollteam der Polizeidirektion Koblenz führte an Karfreitag und Karsamstag erneut gezielte Kontrollen in der Tuning- und Poser-Szene durch.
Ergänzt wurden die Maßnahmen durch Alkohol- und Betäubungsmittelkontrollen. Im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich an beiden Tagen ein deutlicher Rückgang der Teilnehmerzahlen an bekannten Treffpunkten.
Das Lagebild präsentierte sich insgesamt ruhig, allerdings traten insbesondere im Bereich der sogenannten "Autoposer" einige Auffälligkeiten auf.
Am Karsamstag fielen vermehrt Fahrzeuge durch unnötiges Hin- und Herfahren sowie auffälliges Fehlverhalten auf. Ein besonders bemerkenswertes Ereignis ereignete sich auf der B9, als ein BMW-Fahrer mit über 200 km/h gemessen wurde. Bei dem Versuch der Polizei, das Fahrzeug zu kontrollieren, führte der Fahrer ein riskantes Bremsmanöver durch, um sich der Kontrolle zu entziehen. Schließlich konnte der Fahrer im Bereich des Peter-Altmeier-Ufers erneut gestellt werden. Bei der Kontrolle wurden sowohl der Fahrer als auch die weiteren Insassen strafprozessualen Maßnahmen unterzogen.
Insgesamt wurden an beiden Tagen rund 150 Fahrzeuge kontrolliert. Dabei mussten zwei Strafanzeigen eingeleitet werden. Von den rund 45 registrierten Ordnungswidrigkeiten betraf der Großteil das Erlöschen der Betriebserlaubnis aufgrund bauartrechtlicher Verstöße. Auch das Ordnungsamt der Stadt Koblenz beteiligte sich an den Kontrollen in eigener Zuständigkeit. Dabei wurden etwa 30 Verwarnungen ausgesprochen und 116 Geschwindigkeitsverstöße, einschließlich vier Fahrverbote, registriert.
Die konsequenten Kontrollen in diesem Bereich zeigen weiterhin Wirkung. Trotz einzelner schwerwiegender Verstöße verhält sich die Mehrheit der Tuning-Szene verantwortungsbewusst und regelkonform. Die Polizei Koblenz plant auch in Zukunft gezielte Maßnahmen in der Tuning- und Poser-Szene, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. BA
