Effektives Feuerwehrkonzept bewährt sich bei Stroh-Anhängerbrand
11.07.: Rasches Eingreifen verhindert Großbrand bei Freisheim
Freisheim. Am Samstag, dem 11. Juli 2026, alarmierte die Integrierte Leitstelle Koblenz die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Altenahr um 13:33 Uhr zu einem gemeldeten "Fahrzeugbrand groß" am Ortsausgang von Freisheim in der Ortsgemeinde Berg, nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Bei Ankunft der ersten Führungskraft stellte sich heraus, dass ein mit Stroh beladener Anhänger, der ohne Zugfahrzeug auf einer Wiese stand, aus bisher ungeklärter Ursache in Brand geraten war. Das Feuer hatte sich bereits auf die umliegende Vegetation ausgebreitet und bedrohte aufgrund der trockenen Witterung die nahen Wohnhäuser. Daher wurde die Alarmstufe sofort auf "Flächenbrand groß" erhöht, und zusätzliche Einsatzkräfte wurden nachalarmiert.
Der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Altenahr entschied während der Anfahrt zur Einsatzstelle, ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Adenau sowie den Abrollbehälter Tank des Landkreises Ahrweiler anzufordern. Diese Fahrzeuge bringen zusammen etwa 10.000 Liter Löschwasser mit und sind bei Vegetationsbränden entscheidend für eine schnelle Löschwasserversorgung.
Vor Ort konnte jedoch durch einen nahen Hydranten rasch eine leistungsfähige Wasserversorgung aufgebaut werden. Ein zufällig vorbeikommender Landwirt unterstützte die Einsatzkräfte zudem mit einem wassergefüllten Fass. Dank dieser Umstände konnte die Ausbreitung des Feuers schnell gestoppt werden, sodass die alarmierten Sonderfahrzeuge ihre Fahrt abbrechen konnten.
Nachdem die Brandausbreitung verhindert worden war, wurde der brennende Anhänger samt Strohladung vollständig gelöscht. Ein Übergreifen des Feuers auf angrenzende Gebäude wurde erfolgreich verhindert. Der Einsatz verdeutlicht den taktischen Mehrwert des neuen Fahrzeugkonzepts der Verbandsgemeinde Altenahr. Die kürzlich eingeführten Tragkraftspritzenfahrzeuge mit Wassertank (TSF-W) ersetzen die bisherigen TSF und ermöglichen durch ihren eingebauten Tank einen sofortigen Löschangriff in der kritischen Anfangsphase. Die Schlagkraft der Feuerwehren Berg, Lind und Kirchsahr wird aufgrund der erweiterten Landesvorgabe zum Jahresende nochmals gestärkt, da weitere moderne Fahrzeuge mit 1.000-Liter-Tank ausgeliefert werden.
Etwa 50 Einsatzkräfte der Feuerwehren Altenahr, Berg, Kalenborn, Krälingen und Kreuzberg sowie die Wehrleitung der Verbandsgemeinde und die Polizei waren vor Ort im Einsatz. Während der Löscharbeiten musste die Kreisstraße 32 vollständig gesperrt werden. Verletzt wurde niemand. Der Einsatz war gegen 16:00 Uhr beendet, und die Polizei ermittelt nun die Brandursache.
Foto: VG Altenahr
Foto: VG Altenahr