Gewalt im Stadion
11.10.: Pyrotechnik und Gewalt beim Fußballderby
Köln. Am Sonntagnachmittag des 11. Oktober ereignete sich beim Fußballderby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach ein Vorfall, der die Polizei Köln zu Ermittlungen in über 20 Fällen, hauptsächlich wegen Körperverletzung und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz, veranlasste.
Mindestens sechs Menschen, darunter eine Ordnerin, ein Kind, ein weiterer Stadionbesucher und drei Polizisten, erlitten Verletzungen durch Pyrotechnik und Knallkörper im Stadion. Die Ermittler analysieren derzeit die Videoaufnahmen aus dem Stadion, um weitere Straftaten zu identifizieren.
Während der zweiten Halbzeit zerstörten Fans der Gästeseite mit Nothämmern eine Glaswand, die ihren Block von dem der Heimfans trennte. Dies führte zu Auseinandersetzungen, bei denen Anhänger beider Vereine auch mit Gürteln aufeinander losgingen. Die Polizei griff sofort ein, trennte die Gruppen und sicherte den Bereich. Ein Verdächtiger, der einen Polizisten attackierte, wurde festgenommen.
Einsatzleiterin Mareike de Valck äußerte sich besorgt über die Vorfälle und betonte, dass solche gewaltsamen Auseinandersetzungen und der Einsatz von Pyrotechnik die Sicherheit aller gefährden. Die Polizei werde entschlossen gegen die Straftäter vorgehen und erwartet von der lokalen Stadionallianz eine sachliche Einordnung der Ereignisse. De Valck hob hervor, dass es nur wenige Krawallmacher seien, die für massive Sicherheitsstörungen sorgen und somit das Stadionerlebnis vieler friedlicher Fans, insbesondere von Kindern und Familien, beeinträchtigen.
Die Polizei ruft alle Stadionbesucher, die durch Pyrotechnik oder Angriffe verletzt wurden, dazu auf, nachträglich Strafanzeige zu erstatten. Dies kann online oder auf jeder Polizeiwache erfolgen.
BA
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Symbolbild Foto: Brian Jackson - stock.adobe.com