Polizei warnt vor neuer Schockanruf-Masche
16.04.: Russische Schockanrufe: Neue Betrugsstrategie alarmiert die Polizei
Koblenz. In den vergangenen Wochen verzeichneten die Behörden eine Zunahme betrügerischer Telefonanrufe, die der bekannten Methode des "Schockanrufs" ähneln, jedoch in russischer Sprache durchgeführt werden. Diese Anrufe zielen vornehmlich auf russisch sprechende Bürgerinnen und Bürger, meist ältere Personen, ab, indem sie eine Notlage vortäuschen, um finanzielle Vorteile zu erlangen.
Eine verbreitete Variante dieser Betrugsmasche richtet sich gezielt an Menschen mit russisch klingenden Namen. Dabei erfolgt die Kommunikation teilweise oder vollständig auf Russisch. Zu Beginn des Gesprächs geben sich die Betrüger als nahe Angehörige aus und schildern eine angebliche Notlage, wie etwa einen schweren oder tödlichen Verkehrsunfall.
Im Verlauf des Gesprächs übernehmen vermeintliche Polizeibeamte oder andere Amtspersonen das Gespräch. Unter dem Vorwand, eine drohende Haftstrafe abwenden zu können, fordern sie die Zahlung einer hohen Kaution. Die Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen erfolgt oft über Kurierdienste, beispielsweise per Taxi.
Auch im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Koblenz ereigneten sich in den letzten Wochen mehrfach solche Betrugsfälle, wobei ein Gesamtschaden von etwa 50.000 Euro entstand.
Die Polizei betont nachdrücklich, dass sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände zur Abwendung strafrechtlicher Maßnahmen fordert. Bei derartigen Anrufen ist besondere Vorsicht geboten, und das Gespräch sollte sofort beendet werden. Es wird empfohlen, Kontakt zu den tatsächlichen Angehörigen aufzunehmen, um die geschilderte Situation zu überprüfen.
Es ist wichtig, Angehörige vor solchen betrügerischen Anrufen zu schützen. Besonders russisch sprechende Seniorinnen und Senioren in der Verwandtschaft oder Bekanntschaft können durch Aufmerksamkeit und Mithilfe vor finanziellen Schäden und erheblichen psychischen Belastungen bewahrt werden.
BA
