Es beginnt mit einer harmlos erscheinenden Nachricht
17.09.: „Ghost Pairing“: Polizei warnt vor Betrugsmasche über WhatsApp
Köln. „Hallo, könntest du bitte für Eliska abstimmen? Sie ist die Tochter meiner Freunde, der erste Preis ist ein kostenloser Tanzkurs, und das ist sehr wichtig für sie!“ Mit dieser Whatsapp-Nachricht kann ein Betrug beginnen. Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei vor „Ghost Pairing“. Die Kripo Köln bearbeitet derzeit aktuelle Fälle.
Wie läuft so etwas ab? Kriminelle geben sich mit einem gehackten WhatsApp-Account als Tochter, Sohn, Freundin oder Bekannter aus. Sie bitten darum, einen Link anzuklicken oder einen QR-Code zu scannen und anschließend eine Geräteverknüpfung zu bestätigen.
Wo ist das Problem? Wer - wie in diesem realen Beispiel - glaubt, er nehme nur an einer vermeintlich harmlosen Abstimmung teil, der verknüpft in Wahrheit sein eigenes Whatsapp-Konto mit dem Smartphone des Täters. Dieser kann ab sofort nicht nur heimlich alle Nachrichten mitlesen oder löschen. Er kann auch im Namen des ahnungslosen Opfers mit dessen Kontakten chatten - und diese zum Beispiel um eine Überweisung bitten. Und das, während Whatsapp auf dem Handy des Opfers ganz normal weiter funktioniert. Das macht den Betrug so schwer erkennbar.
Wurde mein Account schon übernommen? Das lässt sich schnell checken: WhatsApp -> Profil -> Verknüpfte Geräte. Ist ein Gerät unbekannt? Sofort abmelden.
Wie kann ich mich schützen? Keine Links anklicken oder QR-Codes scannen, wenn man nicht genau weiß, was sich dahinter verbirgt. Niemals Kopplungscodes oder Bestätigungen für Geräteverknüpfungen freigeben, die nicht selbst ausgelöst wurden. Bittet ein Angehöriger oder Freund um Geld oder um die Bestätigung eines Codes, denjenigen oder diejenige erst anrufen, um sich zu vergewissern.
Ist es schon zu spät? Wer einen solchen Link angeklickt oder einen entsprechenden QR-Code gescannt hat, wodurch ein Schaden entstanden ist, erstattet Anzeige bei der Polizei. Pressemitteilung Polizei Köln
Symbolbild. Foto: pixabay.com