Missglückter Betrugsversuch bei Prüfung
20.07.: Mit versteckter Kamera zum Führerschein
Schleiden. Am Montag, dem 20. Juli, ereignete sich in einer TÜV-Prüfstelle in Schleiden ein bemerkenswerter Vorfall während einer theoretischen Führerscheinprüfung.
Ein 44-jähriger Mann aus Köln fiel auf, da er die Fragen zu Beginn der Prüfung ungewöhnlich langsam beantwortete. Eine aufmerksame Prüferin hegte den Verdacht, dass der Mann möglicherweise eine Kamera im Kragen seiner Kleidung versteckt haben könnte, und alarmierte die Polizei. Bei deren Eintreffen hatte der Prüfling erst wenige Fragen beantwortet, doch in Anwesenheit der Polizisten löste er die verbleibenden rund 20 Fragen in kurzer Zeit. Trotz dieses schnellen Fortschritts bestand er die Prüfung nicht.
Eine anschließende Kontrolle bestätigte den Verdacht: Im Kragen des Mannes war tatsächlich eine Kamera versteckt, und in seiner Hosentasche fanden die Beamten weitere technische Gerätschaften. Die Verbindungstechnik der Kamera war mit Klebeband im Brustbereich unter der Kleidung fixiert. Vor dem Gebäude stießen die Beamten auf den 23-jährigen Sohn des Prüflings. Er war augenscheinlich gut vorbereitet und hatte zwei Mobiltelefone bei sich. Während eines Videoanrufs versuchte er, unerkannt zu bleiben, doch als er bemerkte, dass die Polizisten auf den Bildschirm schauten, beendete er das Gespräch abrupt. Es besteht der Verdacht, dass der Sohn seinem Vater die Lösungen während der Prüfung übermitteln wollte.
Die Polizei stellte die technische Ausrüstung sicher, und statt eines bestandenen Tests stehen der Vater und sein Sohn nun vor einem Strafverfahren. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts des Betruges und des Ausspähens von Daten.
BA
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