Allgemeine Berichte | 23.07.2026, 10:00 Uhr

Gewerkschaft fordert Lohn-Plus

24.07.: Haribo-Bänder stehen still: Längerer Warnstreik in Bonn

Symbolbild.

Bonn. Die Süßwarenindustrie befindet sich in einem intensiven Tarifstreit, der am kommenden Freitag seinen Höhepunkt mit einem Warnstreik im Haribo-Werk in Bonn erreichen wird. Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) in Köln hat zu diesem Arbeitsausstand aufgerufen, begleitet von einer Protestkundgebung am Werkstor. Dort sollen die Beschäftigten ihren Unmut über die stagnierenden Lohnverhandlungen kundtun. Sarah Richter von der NGG Köln betont, dass die Arbeitgeber seit Wochen kein akzeptables Angebot vorgelegt haben und damit die Geduld der Angestellten auf eine harte Probe stellen.

Der geplante 18-stündige Warnstreik wird voraussichtlich zu erheblichen Produktionsausfällen führen, da die Bänder im Werk nur noch auf Sparflamme laufen werden. Betroffen sind beliebte Produkte wie Colorado und Lakritzschnecken. Im Bonner Werk arbeiten rund 600 Personen, die nun ihren Unmut über das unzureichende Lohnangebot der Arbeitgeber zum Ausdruck bringen. Diese hatten zuletzt nur eine Erhöhung um 2 Prozent und eine Einmalzahlung von 156 Euro vorgeschlagen, was die Gewerkschaft als unzureichend und inflationär wertlos kritisiert. Die NGG fordert stattdessen eine Lohnerhöhung von 5,8 Prozent oder mindestens 230 Euro mehr pro Monat.

Sarah Richter unterstreicht die Dringlichkeit eines brauchbaren Angebots seitens der Arbeitgeber, da in der nächsten Verhandlungsrunde Mitte August entscheidende Gespräche mit dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) anstehen. Die Verhandlungen betreffen die Löhne von etwa 17.000 Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen. Sollte es keine Fortschritte geben, plant die NGG, die Warnstreiks in der gesamten nordrhein-westfälischen Süßwarenindustrie auszuweiten.BA

Symbolbild. Foto: Pixabay/ Alexas_Fotos

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