Polizei warnt vor Telefonbetrug: Emotionaler Druck führt zur Täuschung
28.04.: Schockanruf in Sankt Augustin: Frau um Goldschmuck betrogen
Sankt Augustin. Am Dienstag, 28. April, fiel eine Frau aus Sankt Augustin einem Telefonbetrug zum Opfer.
Gegen 14:30 Uhr erhielt sie auf ihrem Festnetztelefon einen Anruf, bei dem zunächst eine Männerstimme zu hören war, die wiederholt „Mutter! Mutter!“ rief.
Daraufhin übernahm eine angeblich zweite Person das Gespräch und gab sich als Polizist aus.
Dieser erklärte der Angerufenen, dass ihre Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem eine schwangere Frau ums Leben gekommen sei. Der Tochter sei bereits einem Haftrichter vorgeführt worden, der eine Kaution von 120.000 Euro festgesetzt habe. Im Verlauf des Telefonats wurde der Seniorin geraten, kein Geld zu überweisen, sondern Bargeld oder Schmuck zur Verfügung zu stellen. Zu diesem Zweck würde ein Kurier des Gerichts bei ihr vorbeikommen.
Die Frau packte daraufhin ihren Goldschmuck zusammen und wog diesen ab, während sie den Anweisungen des Anrufers folgte. Noch während des Gesprächs erschien der angekündigte Kurier an ihrer Haustür im Ortsteil Hangelar, nahm den Schmuck wortlos entgegen und verschwand. Kurze Zeit später nahm der vermeintliche Polizist erneut Kontakt auf und erkundigte sich nach weiterem Vermögen. Da die Frau inzwischen mit ihrer Tochter gesprochen und den Betrug erkannt hatte, beendete sie das Telefonat. Bei der Anzeigenerstattung berichtete die Betroffene den herbeigerufenen echten Polizeibeamten, dass der Betrüger die Namen ihrer Angehörigen kannte und sie aufgefordert hatte, keinen Kontakt zu ihnen aufzunehmen. Aufgrund des aufgebauten emotionalen Drucks erkannte sie den Betrug erst zu spät. Der gestohlene Goldschmuck hatte einen geschätzten Wert von 10.000 Euro.
Der Mann, der den Schmuck abholte, wird als etwa 25 Jahre alt, circa 1,80 m groß und von schlanker Statur beschrieben. Er hatte blasse Haut, kurze wellige braune Haare mit Seitenscheitel und ein glattrasiertes Gesicht. Bekleidet war er mit einer grünen Steppjacke und einer hellen Hose. Zudem trug er einen schwarzen, kastenförmigen Rucksack. Zeugen, die im Bereich der Schumannstraße etwas Verdächtiges beobachtet haben oder Hinweise zu Tat oder Tätern geben können, werden gebeten, sich unter 02241 541-3321 zu melden.
Die Betrugsmasche mit sogenannten Schockanrufen folgt fast immer demselben Muster. Ziel ist es, die Angerufenen in einen emotionalen Ausnahmezustand zu versetzen und ihnen keine Zeit zu geben, den Sachverhalt zu überdenken. Die Polizei rät, Ruhe zu bewahren, sich nicht unter Druck setzen zu lassen und bei Angehörigen oder Vertrauenspersonen nachzufragen. Bei Unsicherheit sollte die 110 gewählt werden, da diese Nummer selbst nie zu Anrufen genutzt wird, sondern nur von Betrügern. Es ist wichtig, keine Auskünfte über Vermögensverhältnisse zu geben und niemals Geld oder Wertgegenstände an Fremde auszuhändigen. Um andere zu warnen, sollte über die Betrugsmasche gesprochen werden. Sollte man Opfer eines solchen Betrugs werden, ist eine Anzeige bei der Polizei in jedem Fall ratsam.
Weitere Themen
Artikel melden
Kreis Ahrweiler: Sorgen um Inklusion bei geplanten Kürzungen
- Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
- Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
Seniorenheim in Mayen: Caritas entscheidet gegen Mayener Standort
- Ignaz Wrobel: Bedauerlich und fragwürdig finde ich, dass offenbar nicht die konstruktive Mitarbeit (!!!) in kommunalen Gremien zur grundlegenden Mitwirkung bei solchen Entscheidungen gesucht wird. Ich würde mich...
- W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
Erno Mahler erhält Walther-Lonnes-Plakette in Bad Neuenahr
- Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
Fußverkehrs-Check NRW 2026: Meckenheim ist dabei
Die Apfelstadt wurde vom Ministerium als Teilnehmerin ausgewählt
Meckenheim. Es ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt. Deshalb soll das Gehen in Meckenheim nun mehr Aufmerksamkeit bekommen: Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen „Fußverkehrs-Check“ wurde Meckenheim vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als teilnehmende Stadt ausgewählt.
Weiterlesen
Eine Umleitung ist bereits ausgeschildert
04. - 08.05. Absackung in Odendorf: Odinstraße für Reparaturen gesperrt
Odendorf. In Odendorf wurde eine Absackung der Fahrbahn und Bürgersteige im Bereich der Hausnummern 14 bis 21 in der Odinstraße festgestellt. Um die Ursache dieser Absackung zu ermitteln und entsprechende Reparaturen durchzuführen, ist eine Vollsperrung der Odinstraße in diesem Abschnitt vom 04. bis 08. Mai erforderlich.
Weiterlesen
Die verunglückte Fahrerin soll einen weiteren PKW überholt haben
30.04.: Tödlicher Unfall auf der B327 - Zeugen gesucht
Gödenroth. Im Zuge der Ermittlungen zum schweren Verkehrsunfall auf der B327 haben sich Hinweise auf zwei bisher unbekannte Fahrzeugführer ergeben, die wertvolle Informationen zum Unfallhergang liefern könnten.
Weiterlesen
