Genetischer Nachweis
29.03.: Erstmals Wolf „GW926m“ im Kreis Ahrweiler dokumentiert
Heckenbach/Hohenleimbach/Kreis Ahrweiler. Ende Januar kam es in einem an der Gemarkungsgrenze zwischen Heckenbach und Hohenleimbach gelegenen, umzäunten Gehege zum Riss zweier Hausziegen („BLICK aktuell“ berichtete).
Da die Beteiligung eines großen Beutegreifers nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden nach der Begutachtung vor Ort entsprechende Proben zur molekulargenetischen Analyse an das Senckenberg Institut in Gelnhausen (Hessen) gesendet.
So konnte ermittelt werden, dass die erwähnten Risse auf die Tierart Wolf (Canis Lupus) mit dem Haplotyp HW01, zugehörig zur mitteleuropäischen Flachlandpopulation, zurückzuführen sind.
Die Individualisierung ergab den Rüden „GW926m“, dessen Herkunftsrudel bislang nicht bekannt ist. Belegt ist indes laut Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW), dass das Tier erstmals am 28. Februar 2018 in Kerken (Kreis Kleve) genetisch erfasst wurde und noch im gleichen Jahr in den belgischen Teil des Hohen Venn wanderte. Dort wurde er behördlicherseits als territorialer Rüde geführt und erhielt den Namen „Akela“. Mit der als „GW1943f“ geführten Wölfin „Maxima“ bildete er ein Paar, im Raum Monschau wurden im April und Mai 2019 sowie im März 2021 genetische Spuren von „Akela“ und „Maxima“, die mehrfach Nachwuchs hatten, nachgewiesen. Nach dem Tod von „Maxima“ im Jahr 2024 zog „Akela“ nach Rheinland-Pfalz, genauer gesagt in den Eifelkreis Bitburg-Prüm, wo im Januar 2025 Schafsrisse durch das „Koordinationszentrum Luchs und Wolf Rheinland-Pfalz“ (KLUWO) auf ihn zurückgeführt wurden. Mit den Rissen in Heckenbach/Hohenleimbach, ist die Anwesenheit von „GW926m“ nun erstmals im Kreis Ahrweiler dokumentiert.
