Waldbrand an der L74 bei Wershofen
75 Einsatzkräfte bekämpften zwei Hektar Bodenfeuer
Wershofen. Bei Temperaturen um die 40 Grad kam es am 25. Juli im Bereich der L74 zwischen Laufenbacherhof und Wershofen zu einem großen Waldbrand. Zunächst war ein kleiner Flächenbrand gemeldet, welcher sich bei Eintreffen der Feuerwehr Wershofen, die um 15:10 Uhr alarmiert wurde, bereits ausgebreitet hatte. Insgesamt zwei Hektar eines Bodenfeuers in Laub- und Mischwald mussten von 75 Einsatzkräften der Feuerwehr gelöscht werden. Dabei drohte das Feuer auf einen angrenzenden Fichtenwald überzugreifen, was letztlich verhindert werden konnte.
Bei extremer Trockenheit und Waldbrandstufe 4 von 5 wurde aus einem Böschungsbrand ein ausgedehnter Waldbrand in einer extremen Steillage. Die Temperaturen und körperlichen Anstrengungen, die die Topographie forderte, ließen diesen Einsatz zu einem wirklichen Kraftakt werden. Um den Flammen Herr zu werden musste die Böschung über Steckleitern überwunden werden. Auch danach war der Brand in Steillage äußerst schwierig zu bekämpfen. Die Einsatzstelle wurde hierfür frühzeitig in drei Abschnitte unterteilt: Wasserversorgung, Brandabschnitt Ost (Richtung Wershofen) und Brandabschnitt West (Richtung Ahrtal). Es waren insgesamt 18 Kräfte unter Atemschutz im Einsatz. Die Überwachung hiervon wurde von Abschnitt West übernommen.
Zur eigenen Sicherheit wurde ein Rettungswagen (RTW) in Bereitstellung alarmiert. Der RTW der Wache Adenau wurde im Einsatzverlauf durch den Ortsverein Bad Neuenahr abgelöst. Der Rettungsdienst musste ein Mal wegen Kreislaufproblemen eingreifen. Ein Transport war nicht erforderlich. Die Einsatzkräfte wurden mit ausreichend Getränken versorgt und es erfolgte ein Personalwechsel, bis der Brand gegen 20:15 Uhr als gelöscht gemeldet werden konnte.
Unterstützt wurde die Feuerwehr durch die Polizei, die mittels Luftaufklärung eines Hubschraubers das Ausmaß genauer ermitteln konnte. Zur taktischen Planung waren Forstwirte involviert, um das Feuer beispielsweise an einem Waldweg zu stoppen, bevor es in den angrenzenden Fichtenwald übergreift.
Die Wasserversorgung ist bei solchen Einsätzen immer eine Herausforderung. So wurde Wasser aus der etwa 500 Meter entfernten Ahr entnommen, sowie aus einem ebenfalls dort befindlichen Hydranten. Das Löschwasser musste über mehrere Verstärkerpumpen über lange Wegstrecke in Faltbehälter gefördert werden. Diese wurden außerdem tatkräftig von mehreren Landwirten befüllt, die durch die Feuerwehreinsatzzentrale alarmiert wurden.
Im Einsatz waren die Feuerwehren Adenau, Antweiler, Aremberg, Dümpelfeld, Nürburg, Quiddelbach, Reifferscheid, Schuld und Wershofen. Bei der großen Anzahl an Feuerwehren musste die Feuerwehreinsatzzentrale den Grundschutz im Auge behalten und alarmierte deshalb auch Feuerwehren von weiter entfernten Ortschaften nach.
Nachdem der Einsatz gegen 20:15 Uhr sukzessive zurückgefahren wurde, folgte um 20:27 Uhr ein erneuter Alarm. Es brannte ein großer Stromverteilerkasten in Aremberg. Dieser führte zu einem Stromausfall mit 2900 betroffenen Personen. In Zusammenarbeit mit der Westnetz und RWE konnte der Brand schnell gelöscht werden. Im Einsatz waren die Feuerwehren Adenau, Aremberg, Antweiler und Reifferscheid.
Pressemitteilung
Feuerwehr der VG Adenau
Der Brand breitete sich schnell in ein angrenzendes Waldstück aus.
