Aus dem Polizeibericht
92-Jähriger Falschfahrer auf der B 327
Koblenz. Am Mittwoch, 01.02.23 meldete sich gegen 10.30 Uhr ein Verkehrsteilnehmer bei der Polizei Koblenz über Notruf und gab an, soeben einen Falschfahrer auf der Bundesstraße B 327 gesichtet zu haben. Das in Rede stehende Fahrzeug war offenbar von der Ausfahrt Karthause in falscher Richtung auf die B
327 in Richtung Hunsrück aufgefahren. Der Anrufer gab an, dass er den Falschfahrer durch Hupen und Gesten auf sein Fehlverhalten aufmerksam gemacht hätte woraufhin dieser auf den rechten Fahrstreifen fuhr. Zu einem Unfall oder einer konkreten Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer war es nicht gekommen. In Höhe der Bushaltestelle Remstecken hätten die Beteiligten dann angehalten. Vor Ort stellte sich heraus, dass der Fahrer, ein 92-jähriger Mann aus dem Bereich Augsburg, in Richtung Autobahn fahren wollte. Die hinzugezogenen Beamten gewannen im Zuge des Gesprächs den Eindruck, dass der Mann der Teilnahme am Straßenverkehr nicht mehr gewachsen zu sein schien. Darüber hinaus wies das Fahrzeug mehrere Unfallschäden auf. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft erfolgte vor Ort die Sicherstellung des Führerscheins mit dem Ziel, dem Mann die Fahrerlaubnis zu entziehen. Das Fahrzeug wurde daraufhin abgeschleppt, der Senior trat die Heimreise mit dem Zug an.
Renitenter Hotelgast
Koblenz. Am Dienstag, den 31.01.2023 beschäftigte ein hartnäckiger „Hotelgast“ die Polizei Koblenz. Bereits am Mittag gegen 12 Uhr meldete ein Hotel in der Clemensstraße, dass sich ein alkoholisierter Gast weigere, sein Zimmer nun pünktlich nach bezahlter Nacht zu verlassen.
Vor Ort konnten die Einsatzkräfte den 43-jährigen Verantwortlichen antreffen. Dieser gab an, noch eine weitere Nacht dort nächtigen zu wollen. Da jedoch kein Zimmer mehr frei war, zog der 43-Jährige zunächst von dannen.
Nur kurze Zeit später, gegen 15 Uhr, meldete sich das Hotel erneut auf der Dienststelle. Der Verantwortliche sei zurückgekehrt und wolle erneut ein Zimmer nehmen. Die Einsatzkräfte wiesen ihn auf das zuvor erteilte Hausverbot und den Platzverweis für den Innenstadtbereich hin. Die Einsicht des Beschuldigten währte jedoch nicht lange. Keine Stunde später stand er wieder vor dem Gebäude in der Clemensstraße. Nachdem die Hotelmitarbeiter erneut die Polizei riefen, setzte sich der 43-Jährige vor den Augen der Beamten in ein Taxi und entfernte sich.
Man hatte sich jedoch zu früh gefreut: Um 18 Uhr erschien der Mann auf der Dienststelle und verkündete, dass er nun Anzeige erstatten wollte. Der Inhalt dieses Begehrens blieb unklar. Er wurde jedoch darauf hingewiesen, dass er gegen den Platzverweis für den Innenstadtbereich verstoßen habe und nochmals über die Folgen des Verstoßes hingewiesen, die in einer Ingewahrsamnahme enden könnte.
Bevor es dazu kam, konnte der 43-Jährige jedoch eine Zimmerkarte eines Hotels in der Bardelebenstraße vorzeigen. Der Verantwortliche wurde daher final in sein Hotelzimmer geschickt, als letzte Chance auf ein weiches Bett abseits des Polizeigewahrsams für die Nacht. Eine Anzeige wegen Hausfriedenbruchs erwartet ihn dennoch.
ROB
