Eine dramatische Rettungsaktion entlang der ICE-Strecke am Günterscheid-Tunnel endete glücklicherweise weniger tragisch als befürchtet
Alarm am Günterscheid-Tunnel: Menschenleben befürchtet, Reh gefunden
Windhagen. Am Donnerstagabend, 11. Mai, um etwa 18:30 Uhr, wurden die Feuerwehr und der Rettungsdienst zum ICE-Gleis nahe des Günterscheid-Tunnels gerufen. Der schlimme Verdacht bestand, dass ein Zug eine Person erfasst haben könnte. Den ersten am Ort eingetroffenen Rettungskräften gelang es jedoch zum Glück rasch, zu bestätigen, dass es sich tatsächlich um ein Reh handelte.
Gleichzeitig mit dem Notruf wurde der betroffene Streckenabschnitt von der Deutschen Bahn vollständig abgeriegelt. Der Zug hatte seine Fahrt auf Höhe der Wiedtalbrücke unterbrochen. Die Rettungskräfte durchkämmten den Bereich zwischen dem ICE und dem Günterscheid-Tunnel, wo sie bald das betroffene Reh entdeckten.
Ein Notarzt untersuchte den Zugführer, der glücklicherweise unverletzt blieb. Auch der Zug erlitt bei dem Zusammenstoß keine Beschädigungen und konnte später seine Fahrt wieder aufnehmen. Die Feuerwehr kümmerte sich um die Bergung des Rehs und die Reinigung der Strecke. Nach etwa zwei Stunden konnte der Bahnabschnitt wieder freigegeben werden.
Unter der Leitung des Wehrleiters Arnold Schücke waren rund 30 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Fernthal, Neustadt und Windhagen, sowie des Rettungsdienstes, der Polizei und ein Notfallmanager der Bahn im Einsatz. BA
