Der PleiteJazz – Dadaistisches Hörstück aus den 1920er Jahren im Keramikmuseu
Höhr-Grenzhausen. Der Kultursommer Rheinland-Pfalz feiert die „Goldenen Zwanziger“, und aus diesem Anlass wird im Keramikmuseum Westerwald das dadaistische Stummfilmdrehbuch Der PleiteJazz des belgischen Dichters Paul van Ostaijen in einer spannenden Live-Version zum Leben erweckt.
Der Frankfurter Schauspieler Christoph Maasch und ein Ensemble bestehend aus Saxophon (Andreas Steffens), Akkordeon (Eva Zöllner), Schlagzeug und allerlei Geräuscherzeugern (Stefan Kohmann) nehmen sich des Stoffes an und schaffen ein Hörstück, das mit einer unkonventionellen Handlung in die Zeit der Goldenen Zwanziger Jahre eintaucht: In der Eckkneipe „Kabarett Dada“ in Berlin entsteht die revolutionäre Bewegung des PleiteJazz. Er breitet sich über die Stadt aus, überwindet Kirche und Militär, und macht schließlich ganz Europa zur Dadarepublik.
Die Menschen sind vom neuen Leben begeistert, kaufen Staatsanleihen, trinken Wein und gehen tanzen. In der allgemeinen Katerstimmung erscheint Charlie Chaplin als neuer Finanzminister. Wird der Jazz siegen oder die Pleite? Der Stoff verspricht ein verrücktes und abwechslungsreiches Hör-Erlebnis an der Schnittstelle zwischen Jazz, Live-Hörspiel und experimenteller Musik.
Die Aufführung finden am Samstag, den 30. Mai 2026 um 19.30 Uhr im Keramikmuseum Westerwald in Höhr-Grenzhausen statt, Eintritt 15 Euro an der Abendkasse.
