Lokalsport | 04.06.2018

Kreispokalendspiele 2017/18 in Horressen - Aktuell

Dramatik im Finale der A/B-Klasse

SG Roßbach/Verscheid siegt in Horressen 2:0 - SG Nauort besiegt SG Puderbach 3:2

Horressen. Es ist mittlerweile Tradition: Seit rund zehn Jahren werden nun die Kreispokalendspiele auf einem Sportgelände der jeweiligen Teilnehmer ausgetragen. In dieser Saison hatte sich der Kreis Westerwald/Wied für die Heimat der SG Horressen/Elgendorf entschieden. Doch die Reserve der Gastgeber konnte ihren Heimvorteil nicht nutzen. Mit 0:2 unterlag die SG Horressen der Reserve der SG Roßbach/Verscheid. Im zweiten Spiel erlebten die rund 600 Zuschauer einen regelrechten Nervenkitzel. Bis zur 92 Minute führte die SG Puderbach noch mit 2:0. Doch innerhalb von 120 Sekunden schaffte Nauort noch den Ausgleich und in der Verlängerung dann sogar den Sieg im Wettbewerb der A/B-Klasse.

SG Horressen/Elgendorf II - SV Roßbach/Verscheid II 0:2 (0:1)

Eine enge Angelegenheit war aber auch das kleine Finale – auch, wenn es bei einem Ergebnis von 2:0 für die SG Roßbach/Verscheid zunächst nicht so den Eindruck machte. Die Gäste waren nach einer guten Viertelstunde durch ein Tor von David Hecking in Führung gegangen. Diese Führung hatte auch zur Pause bestand. Nach dem Wechsel erhöhte Horressen den Druck. So hatten sie bei den Möglichkeiten von Steven Widura und vor allem beim Lattentreffer von Simon Helbach Pech, dass es nicht zum Ausgleichstreffer reichte. Am Ende war es dann Nico Weber, der durch einen stark herausgespielten Konter von Felix Schneider, abstauben konnte und den vom Pfosten abprallenden Ball zum 2:0 verwertete. „Uns ist es heute gelungen, unsere wenigen Konter besser auszuspielen“, freute sich Roßbachs Coach Rolf Schuster über den dritten Kreispokalsieg der Roßbach Reserve in der Vereinsgeschichte der Wiedtaler. Bereits 1998 und 2003 holte sich die SG den Pott. Damals übrigens jeweils den Pokal der A/B-Klasse. SG Horressen/Elgendorf II: Normann, Killian, A. Molls (77. Ehard), Spanger, Paulus, Widura (52. Bayrakdar), Helbach, Altun, Böcking, U. Molls (28. Schneider), Schulz. SG Roßbach/Verscheid II: Greiner, P. Fasel, Becker, Schmidt (77. C. Fasel), Schneider, Rothermund, Syla (60. Weber), Wagner, C. Schuster (83. M. Schuster), Hecking, Makus.

SG Nauort/Ransbach - SG Puderbach 3:2 n.V. (2:2, 0:2)

Der Kreispokalsieger der A/B-Klassen 2018 heißt SG Nauort/Ransbach. Die im Sommer neu gegründete Spielgemeinschaft konnte somit bereits im ersten Jahr ihres Bestehens den ersten Erfolg für sich einheimsen. Dabei schienen die Kombinierten schon mausetot. Logisch, denn Puderbach lag in der Nachspielzeit durch Tore von Dominic Zimmermann und Daniel Seuser (24.) mit 2:0 in Front. Innerhalb von drei Minuten hatten die beiden die Treffer für die SG Puderbach erzielen können. Dazu kam, dass bereits nach einer Viertelstunde Björn Ploschke den verletzungsbedingt ausgeschiedenen Andreas Funda ersetzen musste. Somit schien das Spiel bereits zur Pause als entschieden. Zumal es dem Team von Andrej Chetchouga auch während der kompletten ersten Hälfte keine Zeichen zu setzen. Einzig in puncto Engagement war die SG Nauort/Ransbach auf der Höhe. Und dieser Eindruck sollte nach dem Wechsel sich noch verstärken. Während Nauort sich vehement gegen die Niederlage stemmte, schien Puderbach immer mehr die Luft auszugehen. Aber selbst, als Konstantin Schmidt (92.) auf 1:2 verkürzte, glaubte Chetchouga nicht mehr an einen Erfolg: „Wenn einem in der Nachspielzeit der Anschlusstreffer gelingen kann, ist es eigentlich utopisch, noch an einen zweiten Treffer zu glauben“, gestand der Coach der SG Nauort/Ransbach nach der Partie ein. Doch die Begegnung sollte noch drei weitere Minuten andauern. Grund waren – neben den zahlreichen Unterbrechungen durch Puderbacher Wadenkrämpfe – auch zehn gelbe Karten, die Schiedsrichter Andreas Egenolf in den ersten neunzig Minuten verteilt hatte. So kam es dann auch, dass Nauorts Torjäger Daniel Knödgen doch noch zum Ausgleich treffen konnte. Und die hatten dann in der Verlängerung auch den längeren Atem. Während Puderbach regelrecht geschockt auftrat, war die Mannschaft von Chetchouga kaum zu bremsen. Und spätestens nach dem Platzverweis von Puderbachs Keeper Justus Pölke (100.), der wegen eines Handspiels außerhalb des Strafraumes vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, war die Partie entschieden. Christian Kulachmetow sorgte fünf Minuten später für die Nauorter Führung, die dann auch in der zweiten Halbzeit der Verlängerung über die Zeit gerettet werden konnte. „Die Mannschaft hat sich mit diesem Erfolg selbst für eine starke Saison belohnt. Man muss zurückblickend das Team loben, wie es sich nach dem Neustart in dieser SG gefunden hat und über weite Strecken der Saison präsentiert hat“, strahlte der Trainer nach den 120 nervenaufreibenden Minuten in Horressen. Ein Erfolg, den am Ende auch Puderbachs Trainer Marc Odink als verdient einstufte. „Wer sich zu früh als Sieger führt, der fällt am Ende halt auch tief“, gestand er nach Spielende enttäuscht ein. „Wir waren schon nach dem Ausgleich platt. Und wenn du dann noch einen Mann vom Platz gestellt bekommst, ist es halt schwer, hier nochmals gegenzuhalten“. SG Nauort/Ransbach: Tonk, Weber, Schüler (52. Beyazoglu), Schneider, M. Kulachmetow, Heuser, Funda (15. Ploschke), Knödgen, C. Kulachmetow (118. Horre), Schmidt, Frank. SG Puderbach: Pölke, Mertgen, Hartstang (75. Kroll), Chebab (69. Bayer), Licht, Schild, Seuser, Schmitz, Broszeit, Weber (63. Neitzert), Zimmermann. TH

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