Blaulicht | 16.03.2021

Ermittlungsgruppe „Cayenne“ klärt Serie von Blitzeinbrüchen

Einbrecherbande fliegt auf

Teil der Bandenmitglieder agierte aus dem offenen Strafvollzug

Tatort von den mutmaßlichen Tätern, die eine Serie von insgesamt 22 Tankstelleneinbrüchen verübt haben sollen. Foto: Polizei

Rhein-Sieg-Kreis. Nach mehrmonatiger intensiver Ermittlungs- und Fahndungsarbeit gelang Beamten des auf Einbrüche spezialisierten Kriminalkommissariats 34 der Bonner Polizei kürzlich die Klärung einer Serie von Tankstelleneinbrüchen. Die Ermittlungsgruppe (EG) „Cayenne“ identifizierte dabei insgesamt zehn Tatverdächtige im Alter von 27 bis 43 Jahren, denen nun schwerer Bandendiebstahl vorgeworfen wird. Durch umfangreiche offene und verdeckte Ermittlungen und sich daran anschließende Durchsuchungsmaßnahmen konnten der Bande insgesamt 22 sogenannte „Blitzeinbrüche“ zugeordnet werden, bei denen jeweils innerhalb weniger Minuten große Mengen von Tabakwaren aus den angegangenen Objekten entwendet wurden. Bei den Tatbegehungen nutzte die Gruppierung neben einem Porsche Cayenne auch weitere hochmotorige Fahrzeuge wie einen Audi A8 und einen 7er BMW und war dabei äußerst mobil: Neben Tatorten in Bad Honnef, Meckenheim und Wachtberg brachen die Tatverdächtigen auch in Tankstellen im Rhein-Sieg-Kreis sowie in Roetgen (Städteregion Aachen), Rösrath (Rheinisch-Bergischer-Kreis), Vettweiß (Kreis Düren) und Velbert (Kreis Mettmann) ein.

Bei den Durchsuchungen wurden Teile der Beute sowie Bargeld und mehrere Fahrzeuge sichergestellt und im weiteren Verlauf auch Haftbefehle erlassen. Mehrere Bandenmitglieder begingen die Taten zur Nachtzeit aus dem offenen Strafvollzug heraus und nutzten die Inhaftierung als Alibi. Die erbeuteten Zigaretten wurden überwiegend außerhalb der Justizvollzugsanstalt verkauft. Die Ermittlungen zu weiteren, mutmaßlich von den Tatverdächtigen begangenen Straftaten dauern derzeit noch an.

Pressemitteilung Polizei Bonn

Tatort von den mutmaßlichen Tätern, die eine Serie von insgesamt 22 Tankstelleneinbrüchen verübt haben sollen. Foto: Polizei

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