Fußball-Rheinlandliga - Saison 2017/18 - aktuell
Einspruch der Eisbären abgelehnt
Einer Heimniederlage gegen den VfB Linz folgte ein glattes 2:0 bei der TuS Koblenz
Nenterhausen. Es war einiges los in den letzten Tagen rund um die Sportfreunde Eisbachtal. Auf, aber auch neben dem Sportplatz. Auf dem Platz bleiben die Rot-Weißen ein ganz heißer Kandidat auf den Titel. Und das trotz einer 2:3-Heimniederlage gegen den VfB Linz. Denn dieser überraschenden Pleite folgte auch ein Erfolg bei der Reserve der TuS Koblenz. Somit kann Eisbachtal weiterhin von einer Rückkehr in die Oberliga träumen.
Aber eine Wiederholung des Pokalhalbfinales wird es dagegen nicht mehr geben. Die Eisbären hatten angesichts der Spielberechtigung von Tobias Oost Einspruch gegen die Wertung der Partie (8:9 nach Elfmeterschießen) eingelegt, der aber auch in der Berufungsverhandlung abgewiesen wurde. Oost, der seinen Platzverweis in einem Punktspiel der Oberliga erhielt, war für die Partie im Pokal spielberechtigt. Andreas Hundhammer – er hatte sich in der Rheinlandliga einen Platzverweis eingehandelt – dagegen nicht. Für die Sportfreunde eine Ungleichbehandlung, die zum Einspruch führte. Ob der Club nun das Schiedsgericht anruft, bleibt weiterhin offen.
Sportfreunde Eisbachtal -
VfB Linz 2:3 (1:0)
Nentershausen. „Uns hat vor der Pause der Biss gefehlt“, ärgerte sich Marco Reifenscheidt über die unnötige Niederlage seiner Mannschaft. Diese hatte ihr Heimspiel gegen den VfB Linz mit 2:3 verloren und mussten somit Platz eins in der Liga wieder abgeben. Rund 200 Zuschauer hatte eine überraschend offensiv agierende Linzer Mannschaft erlebt. „Damit haben wir nicht gerechnet, dass der VfB hier versucht, mitspielen“, gestand Reifenscheidt nach der Partie ein. Taten die Rheinländer aber, und trafen so dann auch zweimal ins Schwarze. Michael Fiebiger (14., 39.) im Doppelpack sorgte für die verdiente Pausenführung.
Nach der Pause änderten die Spielanteile auf dem Kunstrasen in Nentershausen. Eisbachtal wurde kreativer und kam dank Robin Stahlhofen (63.) sogar zum Anschlusstreffer. Während die Gastgeber die Kaiserstädter immer mehr in die eigene Hälfte drängten, verlegte das Team von Paul Becker sich auf das Kontern. So fiel dann auch der Treffer zum 3:1, als Nicolas Kyrion einen dieser Konter zum dritten Treffer vollendete. Und trotzdem hätte Eisbachtal beinahe noch zumindest einen Punkt im Westerwald festgehalten. Denn in der Schlussphase gelang Stahlhofen (88.) zunächst sein zweiter Treffer. Dann hatte er in der Nachspielzeit Pech, dass der Linzer Sandro Burghard seinen Schuss für den bereits geschlagenen Keeper noch von der Torlinie schlagen konnte. So blieb es beim knappen Erfolg der Gäste und einem stolzen Trainer Becker: „Wir haben Emmelshausen geschlagen, wir haben Eisbachtal geschlagen. Es wird nicht viele geben, die dies in dieser Saison von sich sagen können“.
Sportfreunde Eisbachtal: Heinz, Kleinmann, Hundhammer, Kröner, Dietz (46. Schräder), Olbrich, Reitz, Omotezako (46. Stahlhofen), Tautz, Heibel (56. M. Hannappel), Schuth.
TuS Koblenz II -
Sportfreunde Eisbachtal II 0:2
Koblenz. Es bleibt alles beim Alten in der Rheinlandliga. Der TSV Emmelshausen steht an der Ligaspitze. Die Sportfreunde Eisbachtal warten auf einen Ausrutscher. Und die Reserve der TuS Koblenz verliert. Beim 0:2 gegen die Eisbären war es die neunte Niederlage hintereinander. „Und hier hätten wir nicht verlieren müssen“, gab sich der Coach enttäuscht. Aber Eisbachtal holte sich unter dem Strich schon verdient die drei Punkte mit in den Westerwald. Bereits nach rund zehn Minuten hätten die Gäste führen müssen. Gleich dreimal war Lukas Reitz der „Übeltäter“, der diese Gelegenheiten ungenutzt ließ. So aber musste sein Chef Marco Reifenscheidt bis sechs Minuten nach der Pause zittern, bis zum ersten Mal so etwas wie ein Lächeln auf seinen Lippen auftauchen konnte. Jannik Ernet traf mit einem Kopfball und brachte somit seine Mannschaft auf die Siegerstraße. Die Eisbären wirkten nun abgeklärter und schaukelten das Ergebnis locker in die Schlussphase. Als dann die TuS alles auf eine Karte setzte, sorgte Florian Kröner (88.) mit dem 2:0 für die endgültige Entscheidung.
Sportfreunde Eisbachtal: Heinz, Omotezako, Haberzettl, Kleinmann, Schräder, M. Hannappel (81. Heibel), Olbrich, Ernet, Reitz (72. Schuth), Rodrigues Lima (62. Kröner), Stahlhofen. TH
