Fußball-Rheinlandliga - Saison 2018/19 - aktuell
Eisbären landen „dreckigen“ Sieg
Team von Marco Reifenscheidt siegt im Westerwaldderby in Neitersen mit 2:1
Neitersen. „Ein dreckiger Sieg“: Eine gern genommene Floskel für Punktesieger, die nach schwacher Partie doch noch den Favoritensieg einbrachten. Marco Reifenscheidt wird dies spätestens 48 Stunden später nicht die Bohne mehr interessiert haben, denn da hatte sich Titelkonkurrent Morbach gegen den Tabellenvierten TuS Mayen mit 5:2 durchgesetzt und bleibt nun den Eisbären weiterhin auf den Fersen. In Neitersen hatte es zunächst nach einer klaren Angelegenheit ausgesehen. Innerhalb von einer Viertelstunde hatte die Gäste, nach durchwachsenem Start, mit zwei Toren das Spiel praktisch auf den Kopf gestellt. „Wir haben gut ins Spiel gefunden und waren in der Anfangsphase das aktive Team“, gab Neitersens Trainer Lukas Haubrich nach dem Spiel zu Protokoll. Doch effektiver waren die Gäste. Denn die Eisbären schafften gleich mit ihrem ersten brauchbaren Angriff auch den ersten Treffer. Robin Stahlhofen nutzte eine Nachlässigkeit zur Führung. Und die Gäste legten nach. Gestärkt durch dieses Tor nahmen die Sportfreunde das Heft in die Hand und bestimmten zunächst das Spielgeschehen. Mit dem Ergebnis, dass in Minute 25 Lukas Reitz der zweite Treffer gelang und somit auch für den Halbzeitstand sorgte. Glücklich, denn in den 35 Minuten bis zum Seitenwechsel hatte der Tabellenführer der Rheinlandliga zahlreiche Möglichleiten ungenutzt gelassen. Genau dieses Bild bot sich dann aber nach der Pause den 180 Zuschauern auf der anderen Seite. Plötzlich waren es die Kombinierten, die für Leben auf dem Platz sorgten. Gleich mehrfach musste Daniel Erbse Kopf und Kragen riskieren, um seiner Mannschaften den Sieg zu retten. Auch weil Neitersen bereits sechs Minuten nach der Pause der Anschlusstreffer gelungen war. Simon Langemann hatte diesen nach einem Eckball erzielen können. Doch zu mehr reichte es am Ende nicht für die Gastgeber. Auch nicht, als mit Andreas Hundhammer ein Akteur der Gäste, sieben Minuten vor dem Spielende, wegen wiederholtem Foulspiel vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Doch hier sorgte Schiedsrichter Jan Lehmann (Hahnstätten) in der Schlussminute wieder für Ausgeglichenheit auf dem Platz und ließ auch eine Ampelkarte für den Spielertrainer der SGN folgen.
Sportfreunde Eisbachtal: Erbse, Omotezako, Hundhammer, Kleinmann, J. Hannappel, Ernet, Nakai, M. Hannappel, Meuer (76. Leber), Stahlhofen (90. Parisi), Reitz (90. Dietz). TH
