Allgemeine Berichte | 03.06.2026, 08:43 Uhr

Matinee im Stadthaus Selters begeistert das Publikum

Emotionen der Filmmusik meisterhaft eingefangen

Frederik Jäckel (Cello) und Raphael Klepsch (Klavier) begeisterten das Publikum im Stadthaus Selters mit einem abwechslungsreichen Programm aus berühmter Filmmusik.
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Selters. Mit einer eindrucksvollen Reise durch die Welt der Filmmusik begeisterte das Duo CLAVICELLO die Besucherinnen und Besucher der Matinee im voll besetzten Stadthaus Selters. Nur mit Cello und Klavier gelang es Frederik Jäckel und Raphael Klepsch, die emotionale Kraft bekannter Filmmelodien in einem klug zusammengestellten Programm eindrucksvoll zur Geltung zu bringen.

Den Auftakt gestaltete Jäckel solistisch mit der berühmten Cellosuite Nr. 1 von Johann Sebastian Bach. Obwohl das Werk bereits um 1720 entstand und somit lange vor der Erfindung des Films komponiert wurde, zählt es heute zu den am häufigsten verwendeten Musikstücken in Filmen, Dokumentationen und Fernsehserien.

Charmant führte Frederik Jäckel durch das Programm und bereicherte die Musik mit Hintergrundgeschichten. So berichtete er etwa von Christina Perris Lied zur Hochzeitsszene in „Twilight“, das 2011 zum Welthit wurde. Er erzählte, dass sich der italienische Komponist Ennio Morricone für seine eigene Beerdigung den eigenen Song „Gabriel’s Oboe“ aus dem Film „The Mission“ gewünscht hatte und dass Audrey Hepburn darauf bestanden hat, den Klassiker „Moon River“ in „Frühstück bei Tiffany’s“ selbst zu singen.

Obwohl Filmmusik häufig von der großen Orchestrierung lebt, gelang es dem Duo, die unterschiedlichen Stimmungen und Charaktere der Werke eindrucksvoll herauszuarbeiten. Mal erklang die Musik zart und schmelzend wie bei „Moon River“, mal ruhig fließend wie in „Gabriel’s Oboe“. Das Thema aus Schindlers Liste berührte durch seine Intensität, während die Musik zu den hypnotischen und kreisenden Bildmotiven in Alfred Hitchcocks „Vertigo“ an die avantgardistische Musik von Richard Wagners „Tristan“ erinnerte. Auch die verschiedenen kulturellen Einflüsse innerhalb eines Stückes wurden hörbar, etwa im berühmten Thema aus „Lawrence von Arabien“.

Mit Eleganz, musikalischer Ausdruckskraft und großem Können schenkten Jäckel und Klepsch ihrem Publikum eine abwechslungsreiche Stunde voller musikalischer Höhepunkte. Der lang anhaltende Applaus am Ende der Matinee zeigte die großen Begeisterung.

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Frederik Jäckel (Cello) und Raphael Klepsch (Klavier) begeisterten das Publikum im Stadthaus Selters mit einem abwechslungsreichen Programm aus berühmter Filmmusik. Foto: Eckhard Schneider

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