Blaulicht | 01.03.2019

Autofahrer aus schwimmendem Auto bei Remagen geborgen

Geländer durchbrochen: Auto fährt in den Rhein

Fotos: Polizei

Remagen. Dramatische Szenen haben sich am frühen Freitagmorgen, 1. März, am und im Rhein in Remagen abgespielt. Um 02.10 Uhr meldeten Passanten über Notruf im Bereich der innerstädtischen Rheinanlagen einen Pkw im Wasser, in welchem sich vermutlich noch Personen befinden. Sofort wurden zwei Funkstreifen entsandt sowie DRK und Feuerwehr alarmiert. Die nur wenige Minuten später am Einsatzort eintreffenden Beamten fanden die Angaben der Mitteiler bestätigt vor. Etwa 15 Meter vom Ufer entfernt, in mannshohem Wasser, war gerade noch das Dach eines Pkw zu erkennen. Vier Polizeibeamte der PI Remagen begaben sich unverzüglich in den Rettungseinsatz in den Rhein. Halb gehend, halb schwimmend gelangten sie zu dem Pkw, in dem sie eine heftig gestikulierende Person wahrnahmen. Mit einem Nothammer gelang es, eine Seitenscheibe einzuschlagen. Mit vereinten Kräften konnte ein junger Mann aus dem Fahrzeug geborgen und ans Ufer gebracht werden. Gleichzeitig wurde das sinkende und im Rhein abzutreiben drohende Fahrzeug auf weitere mögliche Insassen überprüft, ebenso der angrenzende Rhein bzw. Uferbereich. Kurz darauf aufatmen: Es ergeben sich keine Hinweise, dass weitere Personen in Gefahr oder sonst an dem Vorfall beteiligt sind. Der Pkw-Insasse und mutmaßliche Fahrer, ein 25-jähriger Mann aus der Region, wird mit erheblicher Unterkühlung, aber ansonsten nur geringfügigen Blessuren ins Remagener Krankenhaus eingeliefert und dort zunächst intensivmedizinisch betreut. Bei dem Rettungseinsatz haben sich drei der vier beteiligten Polizeibeamten Schnittwunden und Prellungen zugezogen, blieben aber weiter dienstfähig. Der Pkw, ein VW Golf älteren Baujahres, wurde mit erheblichem Aufwand geborgen. Diese Maßnahmen zogen sich bis etwa 04.30 Uhr hin.

Zum eigentlichen Unfallablauf ist derzeit noch nicht viel bekannt, da es keine unmittelbaren Hergangszeugen gibt und der 25-Jährige noch nicht im Detail befragt werden konnte. Klar zu sein scheint, dass der VW Golf die zum Rhein hin stark abschüssige Fährgasse befahren hat, die nahezu rechtwinklig auf die Rheinpromenade bzw. den Rhein zuführt. An dieser Stelle ist das Sicherungsgeländer am Ufer durchbrochen und es gibt ein korrespondierendes Spurenbild in der Uferböschung. Danach ist der Pkw samt Insasse ca. 150 Meter im Rhein abgetrieben, ehe er auf Grund aufsetzte. Insgesamt geht die Polizei von einem Unfallgeschehen aus, jedenfalls liegen bislang keine Anhaltspunkte dafür vor, dass der junge Mann absichtlich in den Rhein fahren wollte. Wie es dazu kam bzw. warum er die Kontrolle über den Pkw verloren hat, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. In jedem Fall hatte der 25-Jährige einen sehr aufmerksamen Schutzengel und ebenso couragierte und entschlossen handelnde Polizeibeamte zur Seite. Ob es dem jungen Mann aus ei-gener Kraft gelungen wäre, sich aus dem sinkenden und möglicherweise im Rhein abtreibenden Fahrzeug zu entkommen, darf als zumindest fraglich angesehen werden.

Erstmeldung

Am frühen Freitagmorgen, 1. März, wurde die Dienstselle um 02:10 Uhr über Notruf durch eine Zeugin über ein Fahrzeug im Rhein in Kenntnis gesetzt. Ersten Ermittlungen zu Folge befuhr der Pkw-Fahrer mit seinem Fahrzeug die Fährgasse in Remagen in Richtung Rhein. Aus bislang ungeklärter Ursache durchbrach er das Brückengeländer und landete mit seinem Fahrzeug im Rhein. Bei Eintreffen der Streifen war das Fahrzeug bereits etwa 150 Meter abgetrieben und befand sich etwa 15 Meter vom Ufer entfernt. Der Fahrzeugführer konnte durch die Polizeibeamten aus dem Fahrzeug geborgen werden.

Pressemitteilung Polizeidirektion Mayen

Geländer durchbrochen: Auto fährt in den Rhein

Geländer durchbrochen: Auto fährt in den Rhein

Foto: Schomisch, Ralf

Fotos: Polizei

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