gesponserte Artikel | 13.09.2019

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Geld verdienen im Amateurfußball – Lohnt sich der Einstieg?

Nicht nur im Profifußball erreichen die Gehälter und Ablösesummen neue Sphären. Auch im Amateurfußball ist längst ein Wandel eingetreten, der finanziell größte Aussichten verspricht. Quelle: Pixabay.com © AdrianaGois CCO Public Domain

Bei den stark zunehmenden Transfersummen der letzten Jahre, hoch dotierten TV-Verträgen in der englischen Premier League und Rekordtransfers hüben wie drüben wundern sich zunehmend Personen, wie viel Geld im Fußball steckt. Doch bei all den Debatten um die höchsten Ligen und internationale Topstars ist ein Blick weiter nach unten in der Gehaltsleiter ebenfalls interessant: Die deutschen Amateurligen. Hier besteht für junge Personen sogar die Chance, bereits mit etwas Talent mitzumischen. Doch lohnt sich der Einstieg in den Amateurfußball im Hinblick auf das Gehalt? Fernsehübertragungen und Sportwetten in Online Casinos werden jedenfalls in Zusammenhang mit Amateurligen angeboten, wobei letztere mit unterschiedlichen Konditionen aufwarten. Dementsprechend muss auch einiges an Geld fließen…

Wenig Klarheit bezüglich der Gehaltsstruktur

Je weiter nach unten es in den Ligen geht, desto unübersichtlicher wird die Gehaltsstruktur. Dies ist nicht nur der geringeren Popularität der Ligen geschuldet, sondern auch der Tatsache, dass immer weniger mit festen Gehältern und stattdessen mit Prämien zur Vergütung gearbeitet wird. Solche Prämien sind beispielsweise:

  • Punkteprämien
  • Torprämien
  • Sonderprämien

Allem voran in den Regionalligen haben diese Bezahlmodelle Anwendung. In den untersten Ligen ist eher mit Entschädigungen als mit Gehältern für die Spieler zu rechnen. Abgesehen davon kommen gute Stammspieler in der Regionalliga durchaus zusätzlich zu den Prämien auf feste Grundgehälter, die sogar bei bis zu 2.500 Euro Netto im Monat oder höher liegen können.

Diese Summen sind durchaus beachtlich, bedenkt man doch, wie viele Berufe mit einer Ausbildung als Anforderung deutlich unter diesen Beträgen liegen. Auch die Spielerwerte dürfen sich sehen lassen: So bringen einige Spieler aus der Regionalliga gar einen Wert von 75.000 Euro in den Kader mit ein. In Rheinland-Pfalz machte unter anderem Eintracht Trier auf sich aufmerksam. Der Verein war vor einigen Jahren noch in der Lage, als Amateurclub um die 6.000 bis 15.000 Euro Einstiegsgehalt an einige Spieler zu zahlen.

Wieso fließt auch im Amateurfußball viel Geld?

Größtenteils dürften dies Summen sein, die in ihrer Höhe verwundern. Tatsache ist dabei, dass es schwer ist, pro Liga eine Aussage über die Gehälter zu machen. Grund dafür sind die durch Investoren unterstützten Vereine ebenso wie Klubs, die aus einer der oberen Ligen einen starken Fall erleben und dann in einer der unteren Ligen neu anfangen müssen. Trotz des Falls bleiben die weit entwickelten Leistungszentren sowie die finanziellen Mittel bei diesen Vereinen aber weitestgehend bestehen. Dementsprechend kommt es zu hohen Gehaltsschwankungen innerhalb der Ligen, wobei die Gehälter von der Qualität der einzelnen Vereine abhängig sind. Geld kommt also letzten Endes neben dem Sponsoring, den Zuschauerzahlen und Fernseh- sowie Internetübertragungen auch aus der Vergangenheit der vielen Vereine in den höheren Ligen.

Die Bedeutung der hohen Gehälter

Den Untersuchungen des Soziologen Tim Frohwein zufolge haben die Gehälter im Amateurfußball eine Veränderung des sozialen Zusammenlebens in den Vereinen zur Folge. Quelle: Pixabay.com © 134213 CCO Public Domai

Den Untersuchungen des Soziologen Tim Frohwein zufolge haben die Gehälter im Amateurfußball eine Veränderung des sozialen Zusammenlebens in den Vereinen zur Folge. Quelle: Pixabay.com © 134213 CCO Public Domai

Die insgesamt im Amateurfußball doch erstaunlich hohen Gehälter führen dazu, dass die soziale Struktur der Amateurvereine erheblich leidet. Früher, als es noch keine nennenswerten Gehaltsstrukturen gab, blieben die Teams länger im Kern erhalten. Es entstand eine Gruppendynamik, die sich in gemeinschaftlichen Abenden und Teamevents äußerte. Freundschaften wurden gebildet. Wie der Soziologe Tom Frohwein im Rahmen seiner Untersuchungen feststellte, treten bei Spielern, die im Amateurfußball Gehälter kassieren, im Schnitt alle zwei bis drei Jahre Vereinswechsel ein. Bei Spielern ohne Gehälter sei dies bei weitem seltener der Fall. So erhielten viele Vereine regelmäßig neue Spieler, die sich nur bedingt oder gar nicht ins Mannschaftsgefüge integrierten. So komme es laut Frohwein immer stärker dazu, dass sich Alteingesessene vom Verein abwenden würden, weil keine Identifikation mehr gegeben sei.

Einschätzung zur Weiterentwicklung
Je weiter es in den Amateurligen nach unten geht, desto mehr nehmen die von Frohwein geschilderten sozialen Defizite ab. So gibt es reichlich Vereine, die nicht in der Lage sind, ihren Spielern Geld zu zahlen und wiederum Spieler, die dies in Kauf nehmen. Sie sehen Fußball als Hobby und die Mannschaft als Freundschaft. Zudem existieren Gegenbewegungen von Spielern, die die Möglichkeit hätten, Gehälter zu kassieren: Sie verzichten darauf und halten lieber ihrem Verein die Treue. Dies alles wäre schon eine beruhigende Tatsache, wäre von einer anderen Seite aus nicht eine finanziell schwerwiegende Macht gegeben: Die der Investoren. Tatsächlich gibt es schon in Bezirks- und Landesligen Investoren:

  • Sie kaufen ganze Vereine auf.
  • Sie werben die Trainer von Konkurrenten ab.
  • Die besten Spieler werden reihenweise aufgekauft und seit langem bestehende Mannschaften dadurch zerpflückt.

Dies betrifft insbesondere junge Spieler und vermeintliche Talente, die sogar mit großen Geldern gelockt werden. Es wird nicht mehr Fußball für den guten Zweck im Rahmen von Charity-Aktionen gespielt. Stattdessen verlieren diese Vereine den sozialen Aspekt komplett aus den Augen. Doch die meisten der Investoren bleiben nur kurz und lassen die Vereine nach einigen Monaten wie ein Spielzeug links liegen. Ohne Investor und mit enormen finanziellen Verpflichtungen, bleibt nur noch verbrannte Erde und Unsicherheit zurück. Dies gefährdet letzten Endes den Fortbestand der Vereine.

Alles in allem ist die Weiterentwicklung vielen einzelnen positiven Beispielen zum Trotz eher weiter in Richtung Kommerzialisierung des Fußballs zu prognostizieren. Denn dort, wo junge und unerfahrene Leute mit hohen Gehältern gelockt werden, gehen andere wichtige Aspekte des Lebens unter.

Lohnt sich der Einstieg denn nun?

Unter finanziellen Gesichtspunkten lohnt sich der Einstieg in den Amateurfußball definitiv. Natürlich ist das sportliche Geschick unabdingbar. Aber mit etwas Talent und Disziplin lässt sich im Amateurfußball bereits sehr gutes Geld verdienen. So verdienen junge Studenten etwas zum Studium dazu oder Personen bestreiten gar ihren kompletten Lebensunterhalt mit ihrem Hobby. Doch eines darf nie vergessen werden: Wenn Kevin Großkreutz vom Weltmeister zu einem Drittliga-Spieler werden konnte, dann ist der Abstieg eines Amateurfußballers noch wesentlich wahrscheinlicher und gravierender. Personen, die ihren Lebensunterhalt bis dato nur mit dem Fußball finanziert hatten, gehen aus diesem Grund ein hohes Risiko ein, nach einer Ausbootung aus dem Verein pleite zu gehen. Deswegen gilt: Mit Amateurfußball Geld verdienen ist aussichtsreich, aber es darf niemals das einzige „berufliche“ Standbein sein.

Nicht nur im Profifußball erreichen die Gehälter und Ablösesummen neue Sphären. Auch im Amateurfußball ist längst ein Wandel eingetreten, der finanziell größte Aussichten verspricht. Quelle: Pixabay.com © AdrianaGois CCO Public Domain

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