Allgemeine Berichte | 04.05.2026, 09:05 Uhr

Erstmals Blechbläser in der Konzertreihe

Gewichtiges und leichtes Blech

Ensembles des Landesmusikgymnasiums Montabaur konzertierten durch Epochen und Stile der Bläsermusik
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Mitreißende Matinee mit jungen Talenten in Selters

Selters. In Selters wurde die Welt der Blechbläser ins Rampenlicht gerückt. Bei einer Matinee präsentierten junge Musiker des Landesmusikgymnasiums Montabaur ein Programm, das durch Spielfreude und stilistische Vielfalt überzeugte.

Die Posaunisten Luise Schönberger, Tobis Kurth und Kolja Meschendörfer sowie Ferdinand Nierenz am Horn und Felix Munzlinger an der Trompete haben sich in Ensembles bereits beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ im März erfolgreich bewährt. Nun richtet sich ihr Fokus auf den Bundeswettbewerb in München. Die intensive Vorbereitung seit September war deutlich zu hören.

„Nun gilt es, die Stücke auch nach häufigem Spielen immer wieder lebendig zu gestalten“, sagte Martin Balser, Lehrer für Posaune am Musikgymnasium und Posaunist des Staatsorchesters Rheinland-Pfalz Koblenz.Alleine das Programm des Posaunentrios deckte fünf Jahrhunderte Musikgeschichte ab und überzeugte mit stilistischer Wandlungsfähigkeit: Von der kunstvoll verwobenen Klangsprache eines Giovanni Pierluigi da Palestrina über barocke Eleganz bis hin zum augenzwinkernden „Ba-Dee-Doo-Dup“ von Brian E. Lynn. Spätestens bei Marc Nightingales jazzigem „Trom-Tastic“ sprang der Funke endgültig über – ein kollektives Schmunzeln im Publikum inklusive.

Nicht weniger eindrucksvoll präsentierte sich das Blechbläser-Trio aus Trompete, Horn und Posaune. Mit der energiegeladenen „Philharmonic Fanfare“ von Eric Ewazen eröffneten sie eine moderne Klangwelt, bevor sie sich mit Werken von Arcangelo Corelli und Francis Poulenc souverän durch verschiedene Epochen spielten mit fast schwereloser Leichtigkeit, aber auch komplexen Harmonien, die eindrucksvoll ausgekostet wurden.

Zwei solistische Vorträge ergänzten das Programm. Tobit Kurth brachte mit „Thème varié“ von Eugène Bozza die Bassposaune zum Strahlen – kraftvoll, virtuos und mit augenzwinkernden Anklängen an die Elefantendarstellung im „Der Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns. Kolja Meschendörfer, mit 15 Jahren der jüngste Teilnehmer, interpretierte eine Sonate von Georg Philipp Telemann, die dieser ursprünglich für Flöte komponiert hatte.

So zeigte diese Matinee eindrucksvoll, wie facettenreich Blechbläsermusik sein kann: mal kraftvoll und gewichtig, dann wieder leicht, verspielt und voller Charme.

Ensembles des Landesmusikgymnasiums Montabaur konzertierten durch Epochen und Stile der Bläsermusik Foto: Eckhard Schneider

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