Blaulicht | 28.11.2024

Insgesamt 180 Kräfte waren im Einsatz

Großbrand in Adenau: Feuerwehr zieht Bilanz, Kripo ermittelt

Foto: Winkler TV

Adenau. Am Dienstagvormittag brannte es in einem Baumarkt „Am Alten Wehr“ im Industriegebiet Adenau. Unmittelbar nach erster Erkundung wurde ein Innenangriff zur Menschenrettung eingeleitet, da nicht klar war, ob alle Personen das Gebäude verlassen hatten. Das Gebäude war zum Glück vollständig geräumt. Nach ersten Maßnahmen an einer Brandmauer erfolgte bei drohender Durchzündung ein sofortiger Rückzug. Die erste von drei Durchzündungen erfolgte, als alle Einsatzkräfte das Gebäude verlassen hatten. Es wurde eine Riegelstellung zum Schutz von zwei Supermärkten und dem alten Bahnhof mittels drei Drehleitern aus Adenau, Altenahr und Grafschaft, sowie der Bildung von sechs Einsatzabschnitten aufgebaut. Löschwasser konnte neben dem Hydrantennetz zusätzlich aus dem angrenzenden Adenauer Bach entnommen werden. Ein massiver Personal- und Materialeinsatz wurde durch viele Nachalarmierungen aus dem gesamten Kreis Ahrweiler und dem Kreis Vulkaneifel ermöglicht. Aufgrund der massiven Rauchausbreitung wurde frühzeitig im Einsatzverlauf eine MOWAS-Warnung veranlasst, die auch die Warnapps NINA und KatWarn auslöst.

Eine Ausbreitungsanalyse über den Deutschen Wetterdienst prognostizierte eine günstige Windrichtung in Richtung eines Waldgebietes. Die angrenzende Bundestraße 257 wurde am Abend wieder freigegeben. 30 Personen, Anwohner, Mitarbeiter und Kunden des Baumarktes sowie der angrenzenden Supermärkte, wurden durch Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr aus dem stark verrauchten Gefahrenbereich verbracht und betreut. Nach einer ersten Einschätzung galt eine Person als leicht verletzt, was sich im Verlauf jedoch nicht bestätigte. Verletzt wurde niemand. Die Anwohner konnten am Abend in ihre Wohnungen zurückkehren. Ein starker Personal- und Materialeinsatz konnte das Einsatzziel im Laufe des Nachmittages erreichen, als das Feuer unter Kontrolle gebracht wurde. Ein Gebäudeteil konnte vor den Flammen geschützt werden. Auch ein Übergreifen auf benachbarte Supermärkte und Gebäude wurde verhindert. Kräfte aus dem Kreis Ahrweiler, darunter die Drehleitern aus Altenahr und Grafschaft, sowie der Führungsunterstützung der technischen Einsatzleitung (TEL) des Landkreises Ahrweiler sowie Einsatzkräfte des Kreises Vulkaneifel kamen zur Unterstützung hinzu. Die Einsatzleitung blieb bei Wehrleiter der VG Adenau, Dieter Merten.

Personell kamen in Summe bis zu 180 Kräfte von Feuerwehr, THW, DRK, Polizei, Ordnungsamt und Bauunternehmer zum Einsatz. Mittels Bagger von THW und einem Bauunternehmer wurden Glutnester freigelegt, sodass gegen Mitternacht die Löscharbeiten eingestellt werden konnten und eine Brandwache vor Ort blieb. Ein Drohnenüberflug mit Wärmebildkamera konnte am Mittwochmorgen keine Glutnester mehr aufdecken. Die Materialaufbereitung, vor allem von defekten oder verschmutzten Schläuchen, sowie die Wiederherstellung und Prüfung von Atemschutzgeräten, dauert vermutlich noch bis Ende der kommenden Woche. Hierbei erfahren die Feuerwehren der VG Adenau große Unterstützung durch die Feuerwehren Altenahr und Bad Neuenahr, die sowohl Einsatzkleidung, als auch Atemschutzgeräte reinigen und prüfen. Die Einsatzbereitschaft konnte in der Zwischenzeit mit Ersatzmaterial wiederhergestellt werden. Die Einsatzstelle konnte um 09:30h am 27.11.2024 an Kriminalpolizei und Besitzer übergeben werden, nachdem die Nachlöscharbeiten in der Nacht abgeschlossen werden konnten.

Pressemeldung der Feuerwehr Adenau

Foto: Winkler TV

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