Ratgeber | 28.05.2026

Gürtelrose: Das Erkrankungsrisiko nimmt mit dem Alter zu

Das Risiko, an Gürtelrose zu erkranken, ist höher, als viele denken: Einer von drei Menschen erkrankt im Laufe seines Lebens an dieser Nervenerkrankung.  Foto: GSK/akz-o

(akz-o) Zunächst wirkt sie wie eine Hauterkrankung, tatsächlich aber ist die Gürtelrose eine schmerzhafte Nervenerkrankung, die durch die Reaktivierung des Windpocken-Virus ausgelöst wird. Die ersten Anzeichen sind oft schwer zu erkennen, weil die Symptome sehr unspezifisch sein können: Betroffene fühlen sich schwach und unwohl. Das ist auch der Grund, warum die Gürtelrose häufig nicht früh genug erkannt wird.

Unterschätztes Risiko:Das Immunsystemaltert unbemerkt

„Aufgrund eines altersbedingt geschwächten Immunsystems sind Menschen ab 50 Jahren besonders gefährdet, an Gürtelrose zu erkranken“, erklärt Dr. med. Jürgen Bludau, Facharzt für Innere Medizin. Ab diesem Alter könne sich der Körper einfach gegen gewisse Krankheiten nicht mehr so gut wehren. Die Alterung des Immunsystems sei jedoch ein ganz normaler Prozess. „Man spürt das zwar nicht, aber es hat Konsequenzen“, betont der Spezialist für Altersmedizin und Leiter einer Klinik für Geriatrie in Heilbronn. „So steigt beispielsweise das Risiko für eine Gürtelrose-Erkrankung. Und dieses Risiko wird häufig unterschätzt – dabei erkrankt etwa jeder Dritte im Laufe seines Lebens an der Nervenerkrankung.“ Ist das Immunsystem geschwächt, kann das Virus, das in der Kindheit Windpocken verursacht hat, reaktiviert werden und eine oft schmerzhafte Gürtelrose auslösen.

Die Rollechronischer Krankheiten

Chronische Krankheiten – wie beispielsweise Diabetes oder Rheuma – bedeuten zusätzlichen Stress für ein ohnehin schon geschwächtes Immunsystem, erhöhen das Risiko, an Gürtelrose zu erkranken, und können außerdem die Diagnose erschweren. Dr. Bludau erklärt: „Patienten mit rheumatologischen Erkrankungen leiden häufig unter chronischen Schmerzen, Abgeschlagenheit und Schwächegefühl. Diese Symptome ähneln denen, die man zu Beginn einer Gürtelrose findet.“ Wenn dann plötzlich ein neuer Schmerz hinzukommt, sei das nicht so einfach zu erkennen und zu unterscheiden, sodass solche Symptomüberschneidungen die Diagnose einer Gürtelrose erschweren können.

Vorsorge treffen

Nach dem Abklingen einer Gürtelrose können sehr starke Schmerzen, die von den Nerven ausgehen, andauern – teilweise über Monate bis Jahre. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Gürtelrose-Impfung für alle Personen ab 60 Jahren. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen. Für Menschen mit einer Grunderkrankung wird eine Impfung bereits ab 50 Jahren empfohlen. Mehr Informationen zur Nervenerkrankung Gürtelrose finden Sie unter: www.guertelrose-wissen.de. NP-DE-HZU-ADVR-250068; 09/2025.

Das Risiko, an Gürtelrose zu erkranken, ist höher, als viele denken: Einer von drei Menschen erkrankt im Laufe seines Lebens an dieser Nervenerkrankung. Foto: GSK/akz-o

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