Allgemeine Berichte | 26.02.2026, 08:33 Uhr

IHK: Nach Aufhellung im Herbst 2025 Lage jetzt wieder schlechter

Konjunktur im Westerwaldkreis zum Jahresbeginn 2026

IHK-Regionalgeschäftsführer Richard Hover
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Montabaur. „Nachdem sich die wirtschaftliche Stimmung im Westerwaldkreis im vergangenen Jahr schrittweise verbessert hatte, trübt sich das Geschäftsklima zum Jahresbeginn 2026 wieder ein.“, fasst IHK-Regionalgeschäftsführer Richard Hover die Ergebnisse der jüngsten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz für die Region zusammen. Nach Bewertung von aktueller Geschäftslage und den Erwartungen sinke der IHK-Konjunkturklimaindex auf 90 Punkte und liege damit leicht unter dem Wert für den gesamten IHK-Bezirk Koblenz (93 Punkte). Mit einem Index von unter 100 Punkten sei die Gesamtstimmung mehrheitlich negativ geprägt, so Hover.

Die Einschätzung der gegenwärtigen Geschäftslage hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verschlechtert. Der Anteil der Unternehmen, die ihre Lage als „gut“ bewerten, liegt bei 26 Prozent. Gleichzeitig ist der Anteil der Betriebe mit negativer Lageeinschätzung auf 31 Prozent gestiegen. Der Saldo aus positiven und negativen Rückmeldungen fällt damit auf -5 Prozentpunkte und liegt nun im negativen Bereich.

Die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate liegen auf dem Niveau des Frühsommers 2025. Knapp ein Drittel der regionalen Unternehmen rechnet mit einer Verschlechterung der Geschäftslage, während 52 Prozent von einer gleichbleibenden Entwicklung ausgehen.

Bei den Investitionserwartungen herrscht weiterhin Zurückhaltung. Zwar haben sich die Investitionspläne gegenüber der Vorumfrage verbessert, der Saldo aus höheren und niedrigeren Investitionsabsichten verbleibt jedoch mit -14 Prozentpunkten im negativen Bereich.

Bei den Beschäftigungserwartungen für die nächsten zwölf Monate überwiegt ebenfalls die Vorsicht. Lediglich fünf Prozent der Befragten planen einen Beschäftigungsaufbau. Die Mehrheit (66 Prozent) geht von einem konstanten Personalbestand aus.

Laut IHK-Regionalgeschäftsführer Richard Hover seien die Gründe für den verhaltenen Ausblick vielfältig: „Mit 63 Prozent werden die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen national wie international am häufigsten als Geschäftsrisiko genannt. Weitere bedeutende Risikofaktoren sehen die ansässigen Unternehmen in den Arbeitskosten (61 Prozent), der Inlandsnachfrage (53 Prozent), den Energiepreisen (50 Prozent) und dem Fachkräftemangel (47 Prozent).“

Pressemitteilung Industrie und Handelskammer Koblenz

IHK-Regionalgeschäftsführer Richard Hover Foto: IHK/Hover

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