Allgemeine Berichte | 11.03.2026, 09:56 Uhr

Kooperationsvertrag seit August 2025 – realistische Tatortarbeit und Laboranalyse für PC, PlayStation und Xbox

LKA Rheinland-Pfalz und Binary Impact entwickeln gemeinsam Kriminaltechnik-Simulator „Forensics: Crime Scene Detective“

Mainz / Niederelbert. Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz (LKA RLP) arbeitet gemeinsam mit der Binary Impact GmbH aus Niederelbert an dem Kriminaltechnik-Simulator Forensics: Crime Scene Detective.

Grundlage ist ein Kooperationsvertrag, den das LKA Rheinland-Pfalz und Binary Impact am 01.08.2025 unterzeichnet haben. Das Projekt verbindet kriminaltechnische Praxis mit interaktiver Vermittlung und wird vom Publisher Aerosoft weltweit veröffentlicht. Der Titel erscheint für PC, PlayStation und Xbox.

Im Mittelpunkt steht ein Bereich polizeilicher Ermittlungsarbeit, der in der Öffentlichkeit oft wenig sichtbar ist: die Arbeit der Kriminaltechnik. Spielerinnen und Spieler übernehmen die Rolle einer forensischen Fachkraft. Der Simulator setzt dabei bewusst nicht auf Action, sondern auf methodisches Vorgehen – vom stillen Tatort bis zur Laboranalyse.

Mario Germano, Präsident des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz, sagt:„Kriminaltechnik ist ein zentraler Bestandteil moderner Ermittlungen. Sie lebt von Präzision, Dokumentation und fachlicher Kompetenz. Das Projekt kann dazu beitragen, ein realistisches Verständnis für diese Arbeit zu schaffen.“

Der Spielablauf verbindet die Spurensuche und Beweissicherung am Tatort mit der Auswertung im Labor. Dazu gehören unter anderem Fingerabdruck- und DNA Untersuchungen, die Analyse von Spurenbildern sowie die Auswertung digitaler Geräte. Wer Hinweise übersieht oder unsauber dokumentiert, kann den Verlauf eines Falls beeinflussen.

Dr. Sandra Merten, Leiterin der Kriminaltechnik im LKA Rheinland-Pfalz, betont:„Uns war wichtig, dass Kriminaltechnik nicht als Rätsel oder Show dargestellt wird, sondern als strukturierter Prozess. Spuren müssen sauber gesichert, nachvollziehbar dokumentiert und fachgerecht ausgewertet werden.“

Die Zusammenarbeit zwischen dem LKA Rheinland-Pfalz und Binary Impact basiert auf Workshops, fachlichen Rückmeldungen und Erfahrungsberichten aus der kriminaltechnischen Praxis. Diese fließen in die Darstellung von Abläufen, Standards und Systematik ein.

Auch für Binary Impact steht der Praxisbezug im Mittelpunkt. Sebastian Pohl, Geschäftsführer von Binary Impact, erklärt: „Ich finde es großartig, dass wir ein Spiel erstellen konnten, das auf Erfahrungsberichten von echten Experten des LKA basiert.“

Jens Wiechering, ebenfalls Geschäftsführer, ordnet das Projekt als Beispiel für Standortkooperation ein: „Forensics: Crime Scene Detective ist ein wichtiges Leuchtturmprojekt für die Zusammenarbeit einer Behörde mit der freien Wirtschaft in Rheinland-Pfalz.“

Gefördert wurde das Projekt durch die Medienförderung Rheinland-Pfalz sowie die Computerspielförderung des Bundes. Die Veröffentlichung übernimmt Aerosoft weltweit.

Über Binary Impact:

Binary Impact ist ein Software- und Game-Studio aus Niederelbert in Rheinland-Pfalz und entwickelt seit 2016 Anwendungen für Industrie und öffentliche Auftraggeber sowie eigene Computerspiele. Der Schwerpunkt liegt auf 3D-Echtzeit, VR/XR und Simulation.

Parallel arbeitet das Studio an eigenen Games und im Co-Developing.

Ab dem 05.03.2026 kann das Spiel „Forensics: Crime Scene Detective“ auf Steam zur Wunschliste hinzugefügt werden.

Weitere Informationen unter www.binaryimpact.games.

Pressemitteilung Binary Impact GmbH

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