Blaulicht | 01.08.2025

Betrüger locken ihre Opfer mit vermeintlich einfachen Jobangeboten in die Falle

Neue Betrugsmasche: 24-Jährige aus dem Rhein-Sieg-Kreis um 30.000 Euro erleichtert

Symbolbild. Foto: pixabay.com

Rhein-Sieg-Kreis. Die Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg warnt aktuell vor einer neuen Betrugsmasche, bei der Bürgerinnen und Bürger durch angebliche Jobangebote im Internet oder per Messenger-Dienste wie WhatsApp und Telegram getäuscht werden.

Die Täter versprechen dabei eine einfache Tätigkeit: Für das Liken von Beiträgen oder das Erstellen von Screenshots auf Social-Media-Plattformen soll eine finanzielle Vergütung gezahlt werden. Um angeblich höhere „Provisionen“ zu erhalten, werden die Geschädigten im weiteren Verlauf aufgefordert, selbst Geldbeträge zu überweisen - mit dem Versprechen, dieses Geld später inklusive Bonus zurückzuerhalten.

Anfangs scheint das System vertrauenswürdig: Kleinere Beträge werden tatsächlich erstattet, was bei den Betroffenen ein falsches Gefühl von Sicherheit erzeugt. Doch dann kommt der Haken: Die Opfer werden unter Druck gesetzt, erneut höhere Summen zu überweisen, mit dem Hinweis, bereits gezahltes Geld ginge sonst verloren. Eine Rückzahlung findet in diesen Fällen dann jedoch nicht mehr statt. Die Täter nutzen dabei vor allem den Messenger-Dienst Telegram, was Ermittlungen zusätzlich erschwert, da der Dienst von einem russischen Betreiber geführt wird und die Identifizierung der Täter erschwert.

Im Rhein-Sieg-Kreis wurden der Polizei bereits mehrere Fälle dieser Masche gemeldet. So erschien am 26. Juni eine 24-jährige Frau aus Windeck auf der Polizeidienststelle und schilderte, dass sie über WhatsApp auf das angebliche Online-Jobangebot aufmerksam gemacht wurde. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 30.000 Euro.

Mitte Juli meldete sich zudem eine 55-jährige Frau aus Much, die auf ähnliche Weise getäuscht wurde. Ihr entstand ein finanzieller Schaden in Höhe von 4.500 Euro. Teilweise eröffneten die Geschädigten auch eigene Konten zur Abwicklung der angeblichen „Jobs“ - was rechtlich problematisch ist und sogar den Tatbestand der Geldwäsche erfüllen kann.

Wer Opfer eines solchen Betrugs geworden ist oder verdächtige Nachrichten erhalten hat, wendet sich bitte an eine Polizeiwache in der Nähe oder nutzt das Online-Anzeigensystem unter: www.polizei.nrw/internetwache. Pressemitteilung Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis

Symbolbild. Foto: pixabay.com

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