Hinterhalt in der Tiefgarage: Auto-Kauf endet in Raubüberfall
Polizei nimmt mutmaßliche Räuber in Troisdorf fest
Troisdorf. Im November 2025 kam es in Troisdorf zu einem bewaffneten Überfall auf drei Männer in einer Tiefgarage. Die Opfer, die aus Gelsenkirchen stammten, waren nach Troisdorf gereist, um sich mit einer unbekannten Person zu treffen, die ihnen ein Auto verkaufen wollte. Diese Person führte die Männer in die Tiefgarage, wo bereits zwei maskierte Täter auf sie warteten. Die Angreifer waren mit einer Pistole und einem Messer bewaffnet und erbeuteten eine Geldsumme im vierstelligen Bereich.
Die Ermittlungen wurden vom Kriminalkommissariat 3 der Polizei im Rhein-Sieg-Kreis übernommen. Am frühen Mittwochmorgen, dem 29. April 2026, durchsuchten die Beamten zwei Wohnungen in Troisdorf. Aufgrund der mutmaßlichen Bewaffnung der Verdächtigen kamen auch Spezialeinheiten zum Einsatz. Die Ermittler hatten bereits einen 28-jährigen Troisdorfer als mutmaßlichen Lockvogel identifiziert. Er soll die Opfer damals vor der Tiefgarage in Empfang genommen haben und befindet sich seit Februar in Untersuchungshaft.
Die Durchsuchungen richteten sich gegen seine beiden mutmaßlichen Mittäter im Alter von 30 und 34 Jahren, die ebenfalls aus Troisdorf stammen. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen gelten diese als die bewaffneten und maskierten Räuber. Die Beamten verfügten sowohl über Durchsuchungsbeschlüsse als auch über Haftbefehle. Zwar wurde die Pistole nicht gefunden, jedoch stellten die Ermittler mehrere Gegenstände sicher, die als Beweismittel dienen könnten. Nach der erkennungsdienstlichen Behandlung wurden die beiden Männer dem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.
BA
