Blaulicht | 24.01.2026

Polizei auf gewalttätige Aktionen vorbereitet und mit mehreren Hundertschaften sowie Wasserwerfern vor Ort

Polizei zu prokurdischer Demo in Köln: „Friedlich bleiben und Provokationen unterlassen“

Symbolbild. Foto: ROB

Köln. Aufgrund der erst seit Freitagmittag (23. Januar) vorliegenden neuen Informationen zu einer ursprünglich für den Heumarkt angemeldeten pro-kurdischen Kundgebung hat die Polizei Köln den Einsatz neu konzipiert und in Abstimmung mit dem Anmelder der Versammlung eine Verlegung der Kundgebung auf die Deutzer Werft vereinbart. Im Laufe des Tages war die Zahl der erwarteten Teilnehmenden von bis zu 1.500 für eine ursprüngliche Standkundgebung auf 10.000 mit nunmehr angezeigtem Aufzug angestiegen.

Aktueller Stand der Versammlungslage: Nach der Auftaktkundgebung auf der Deutzer Werft um 14 Uhr sollte der Aufzug gegen 15 Uhr starten und über innerstädtische Straßen wieder zur Deutzer Werft führen. Eine für 12 Uhr auf dem Neumarkt angemeldete Versammlung mit erwarteten 1.000 Teilnehmenden hat mit deutlich weniger Teilnehmenden und einer Stunde Verzögerung begonnen.

Leitender Polizeidirektor Frank Wißbaum äußert sich zu dem Einsatz: „Versammlungen zur aktuellen Lage in Syrien haben in anderen Städten gezeigt, dass der hohe Grad der Emotionalisierung schnell in Gewalt umschlagen kann. Auch wenn wir uns auf gewalttätige Aktionen vorbereitet haben, appelliere ich an Teilnehmende und auch an alle Menschen entlang der Aufzugsstrecke, friedlich zu bleiben und jegliche Provokationen zu unterlassen. Bei unfriedlichen Aktionen werden wir früh und entschlossen eingreifen.“

Für die Einsatzbewältigung werden heute mehrere Hundertschaften und auch Wasserwerfer im Einsatz sein.

Zur Verkehrslage

Wie die Versammlungsteilnehmenden zur Deutzer Werft anreisen, ist derzeit nicht bekannt. Einsatzleiter Wißbaum: „Wir haben viele Kräfte im Einsatz, um die An- und Abreise zu koordinieren und vermeidbare Beeinträchtigungen des Verkehrs für die Bevölkerung, die Geschäftswelt und auch den organisierten Karneval zu verhindern. Ich bitte um Verständnis für unsere Maßnahmen, die wir wegen der späten Information zu den Versammlungslagen erst spät kommunizieren konnten.“

Die Polizei Köln wird Informationen zur Verkehrslage auf ihrem Whatsapp-Kanal veröffentlichen und bittet insbesondere die vielen Karnevalisten, die heute mit dem Auto zu Veranstaltungen anreisen wollen, alternative Möglichkeiten der Anreise zu prüfen. Die KVB-Linien 1, 7 und 9 werden wegen des Demonstrationszugs über die Deutzer Brücke temporär nicht fahren. Pressemitteilung Polizei Köln

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