Blaulicht | 05.03.2026, 08:52 Uhr

Telefonbetrüger in Bonn: Falsche Geschichte führt zu hohem Verlust

03.03.: Schockanruf in Bonn: 72-Jährige um Goldmünzen betrogen

Symbolbild
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Bonn. Am 3. März 2026 wurde eine 72-jährige Frau aus Bonn-Brüser Berg Opfer eines Telefonbetrugs durch einen sogenannten Schockanruf. Die Betrüger behaupteten, die Tochter der Frau habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Um eine Untersuchungshaft zu vermeiden, sei die Zahlung einer hohen Kaution erforderlich. In Panik sammelte die Geschädigte Goldmünzen im Wert von mehreren zehntausend Euro zusammen und begab sich, den Anweisungen der Betrüger folgend, zu der angeblichen Wohnanschrift des Unfallopfers in der Fahrenheitstraße in Bonn. Dort näherte sich ein Mann, der sich als Vater des verunfallten Kindes ausgab. Nach der Übergabe der Goldmünzen verschwand der Betrüger in Richtung des Bundesverteidigungsministeriums.

Der Mann wird als etwa 30 Jahre alt, 170-175 cm groß und korpulent beschrieben. Er hat dunkle Haare, ein glattrasiertes Gesicht, helle große Augen und einen auffällig breiten Kopf. Bekleidet war er mit einem weißen T-Shirt mit tiefem Rundhalsausschnitt und einer dunklen Stoffjacke.

Die Polizei Bonn bittet um Hinweise zur Identität des Mannes oder zum Tatgeschehen. Informationen können dem Kriminalkommissariat 24 unter der Telefonnummer 0228 15-0 oder per E-Mail an KK24.Bonn@polizei.nrw.de mitgeteilt werden.

Die Polizei warnt vor Betrügern, die sich als Polizisten ausgeben und bei Schockanrufen von angeblichen Verkehrsunfällen berichten, die von nahestehenden Personen verursacht worden sein sollen. Der Rat lautet, bei solchen Anrufen misstrauisch zu sein und die vermeintlichen Verwandten unter einer bekannten Nummer zurückzurufen, um die Situation zu prüfen. Keine Angaben zu familiären oder finanziellen Verhältnissen sollten am Telefon gemacht werden. Die Polizei fordert niemals telefonisch zur Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen auf. Bei Verdacht sollte das Telefonat sofort beendet und die Polizei über den Notruf 110 informiert werden. Angehörige oder Bekannte sollten ebenfalls in Kenntnis gesetzt werden.

Die Bonner Polizei bietet eine Seniorenberatung an, die Betroffenen und deren Angehörigen nach einem solchen Vorfall Unterstützung in einem persönlichen Gespräch und bei Bedarf weiterführende Informationen bietet. Für eine Beratung können die Präventionsdienststelle unter den Telefonnummern 0228 15-7617 oder 0228 15-7676 kontaktiert oder eine E-Mail an seniorenberatung.bonn@polizei.nrw.de gesendet werden.

BA

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Symbolbild Foto: Tobias Arhelger - stock.adobe.com

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